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Von Thomas Nowag und Günter Bork, SID
13.04.2012

Dortmund bleibt in der Spur

Auch nach dem 1:0 gegen den FC Bayern will die Borussia noch nichts von der Titelverteidigung wissen

Nach dem Sieg gegen den FC Bayern geht Titelverteidiger Borussia Dortmund mit einem Vorsprung von sechs Punkten vor dem Verfolger aus München in die letzten vier Saisonspiele. Von einer Vorentscheidung wollen die Westfalen aber noch nichts wissen.

»Borussia Dortmund holt den Titel. Sie lassen jetzt nichts mehr anbrennen«, prophezeite Franz Beckenbauer angesichts von nun sechs Punkten Vorsprung des Titelverteidigers vor seinem Klub Bayern München. BVB-Trainer Jürgen Klopp aber war nach dem »außergewöhnlichen Erlebnis« im Tollhaus der Dortmunder Arena schnell wieder auf dem Boden der Realität und lehnte vorzeitige Glückwünsche vehement ab.

»Wir bleiben schön in der Spur. Am Samstag erwartet uns ein nicht minder intensives Spiel. Das spielen wir in Schalke, und die wollen sich die Teilnahme an der Champions League sichern und uns ein bisschen in die Suppe spucken«, sagte der Coach. Die Genugtuung über den 1:0 (0:0)-Sieg gegen den Verfolger aus München konnte er nicht verbergen.

In den Kneipen in Dortmund floss das Pils in der Nacht zum Donnerstag in Strömen, denn für die Fans ist die Sache klar: »Deutscher Meister wird nur der BVB!« Der große Schritt in Richtung achte Meisterschaft war geschafft, die Genugtuung nach dem vierten Sieg in Folge über das Starensemble von der Isar kaum zu überbieten. Doch kaum einen Erfolg gegen die Bayern genossen die Borussen so wie diesen. »Das war ein überragendes Spiel. Die Mannschaft hat Großartiges geleistet«, freute sich Klopp nach einer meisterlichen Vorstellung des BVB, die niemanden kalt ließ - und einer hochdramatischen Schlussphase, die an den Nerven zehrte.

Am Ende siegte wieder einmal der Spaß- und Vollgas-Fußball über die kontrollierte Offensive der Bayern, die zumeist in der Nähe des Strafraums verpuffte. Das Klopp-Konzept ging erneut auf. Die Münchner Superstars Frank Ribéry und Mario Gomez fanden quasi nicht statt. Arjen Robben trat nur in den letzten Minuten in Erscheinung. Mit einem Foulelfmeter (85.) scheiterte er zunächst an BVB-Keeper Roman Weidenfeller und verpasste in der Nachspielzeit erneut den Ausgleichstreffer, als er den Ball aus drei Metern über das Tor auf die Tribüne drosch.

Der zweite gefeierte BVB-Held neben Weidenfeller hieß Robert Lewandowski. Mit seinem Saisontor Nummer 20 per Hackentrick (77.) wies er Dortmund den Weg auf den Bundesliga-Thron. »Das war vielleicht das wichtigste Tor meiner Karriere«, sagte der 23-Jährige. Die Bestätigung wird er jedoch frühestens in zehn Tagen erhalten. »Erst müssen wir die beiden Spiele in Schalke und gegen Mönchengladbach hinter uns haben, dann wissen wir mehr«, ergänzte Mats Hummels unter dem Eindruck einer einzigartigen Atmosphäre in dem mit 80 720 Zuschauern ausverkauften Stadion. »Es hat schon vor dem Anpfiff geknistert. Was sich auf den Rängen abgespielt hat, war wirklich faszinierend«, so der Innenverteidiger.

Das V-Wort vermied der 23-Jährige ebenso wie Coach Klopp. »Wir brauchen keine Vorentscheidung, wir denken nur an das nächste Spiel. Drei Tage haben wir jetzt, um diesen Sieg zu genießen.« Und die Borussen werden ihn genießen, auch weil er in Anbetracht der Mehrzahl der herausgespielten Großchancen vollauf verdient war.

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