Von Heidi Diehl
14.04.2012
10. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb

Auf Kinis Spuren ans Bayerische Meer

Ein Gewinner nebst Partner kann sich vier Tage am und vom Chiemsee verwöhnen lassen

6dd27f1a799d2c5970078fe65941e3cf.jpg
Mitten im See die Fraueninsel vor toller Bergkulisse

Was die Anzahl der Seen angeht, da kann Bayern nicht mit Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern mithalten. Aber eines müssen die beiden »Nordländer« dem südlicheren Nachbarn neidlos zugestehen: Dessen Seen liegen zumeist nicht im flachen Land, sondern werden gerahmt von eindrucksvollen Bergkulissen. Was nicht nur optisch toll ist, sondern einen Urlaub am Wasser auch für Leute attraktiv macht, die es eigentlich eher ins Gebirge zieht.

Der Chiemsee ist so ein ganz besonderer Anziehungspunkt. Knapp 80 Quadratkilometer groß ist die während der letzten Eiszeit aus einem Gletscher entstandene schönste »Badewanne« Bayerns. Ein Gewinner des 10. nd-Lesergeschichten-Wettbewerbs wird schon bald mit Partner oder Partnerin in ihr planschen können. Die viertägige Tour führt ja vielleicht Sie in den größten Ort am See, nach Prien. Hier nehmen Sie Quartier in einem der vielen schönen Hotels, von wo aus Sie die Region erkunden können. Genießen Sie eine Tour mit der legendären »Chiemseer Bockerl-Bahn«, der ältesten ununterbrochen in Betrieb stehenden Dampfstraßenbahn der Welt. Seit 1887 schnauft sie über 1,9 Kilometer zwischen dem Ortsteil Prien-Stock und der Anlegestelle der Chiemsee-Schifffahrt. Dort legen die Schiffe hinüber zur Herren- und Fraueninsel ab, deren Besuch ebenfalls im Gutschein enthalten ist.

Sollten Sie sich auf der nur 2,3 Quadratkilometer großen Herreninsel ein wenig wie in Versailles fühlen, ist das gar nicht so weit hergeholt. Das dortige Schloss ist nämlich eine Kopie des berühmten französischen Schlosses. Bayernkönig Ludwig II. wollte sich mit dem Nachbau des Prachtanwesens von Sonnenkönig Ludwig XIV. einen Traum erfüllen, den der Kini, wie Ludwig II. auch genannt wird, unendlich verehrte. Viel Zeit allerdings blieb dem unglücklichen Bayern-Monarchen nicht, sein »Spielzeug« zu genießen, denn er verbrachte nur wenige Tage in dem halbfertigen Schloss, mit dessen Bau 1878 begonnen wurde. Am 13. Juni 1886 kam er unter bis heute nicht sicher geklärten Umständen im Würmsee, dem heutigen Starnberger See zu Tode. Damit hatte sich auch der Traum von Versailles inmitten des Chiemsees ausgeträumt, es wurde nie fertig gebaut. Für die Besucher hat das unvollendete Schloss aber einen ganz besonderen Reiz. Kann man doch gut sehen, dass der ganze Prunk und Glanz nur (auf einfaches Gemäuer) aufgesetzt war.

Die kleinere Fraueninsel verführt mit ganz anderen Reizen. Sie ist ein Garten Eden mit irdischen Engeln, die ihn hegen und pflegen. Und damit sind nicht nur die Gärtner, Fischer, Handwerker und Hoteliers gemeint. Seit mehr als 1200 Jahren gibt es hier ein noch immer aktives Benediktinerinnen-Kloster. Die 34 Nonnen fühlen sich nicht nur für Nächstenliebe zuständig, sondern sind auch Geschäftsfrauen, die mit beiden Beinen fest im realen Leben stehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst erarbeiten. Ganz nach dem Motto der Benediktiner »ora et labora« (bete und arbeite) öffnen sie ihre Klostermauern für Seminare und Kurse für jedermann und betreiben einen gut sortierten Klosterladen mit Likören, Lebkuchen und Marzipan aus eigener Herstellung.

Vier Tage am Chiemsee werden kaum reichen, um den »Geschenkekorb« auszuleeren. Denn darin liegen auch noch Gutscheine für den Besuch des König-Ludwig II.-Museums, der Julius-Exter-Gemäldegalerie und des Augustiner Chorherrenstiftes auf der Herreninsel. Und natürlich einer für eine richtige bayerische Brotzeit mit einem vollen Picknickkorb.

Ein toller Preis? Richtig! Nun müssen Sie nur noch Ihre Geschichte schreiben und etwas Glück haben, dann können Sie ihn vielleicht schon bald genießen.

Mehr Infos: Priener Tourismus GmbH, Alte Rathausstraße 11, 83209 Prien am Chiemsee, Tel.: (08051) 6905-0, www.tourismus.prien.de

Werbung in eigener Sache

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken