Karlen Vesper 14.04.2012 / Inland

Ein aufklärendes Feuerwerk

Die antifaschistische Dokumentation »Das deutsche Volk klagt an« und ihre unverhoffte Wiedergeburt

Was verbindet einen französischen Germanistikprofessor und ein ehemaliges RAF-Mitglied? Ein Buch, das vor einem Dreivierteljahrhundert in Paris verfasst wurde. Lionel Richard und Karl-Heinz Dellwo erzählten »nd«, wie es zum Reprint von »Das deutsche Volk klagt an« kam.

Der französische Germanistikprofessor Lionel Richard beim Gespräch in der »nd«-Redaktion

Auch Bücher erleben mitunter eine wundersame Auferstehung. Ein französischer Volksschullehrer erhält eines Tages von einer älteren Kollegin ein Buch, das sie in der Vorkriegszeit in Paris gekauft hatte. Als Erscheinungsjahr ist 1938 angegeben. Der Lehrer weiß, dass er nicht nur einen bibliophilen, sondern historischen Schatz in den Händen hält. Er ist Mitglied der Association des Amis de la Fondation pour la Mémoire de la Deportation (AFMD), des Freundeskreises der Stiftung zur Erinnerung an die Deportierten. Sein Vater ist im deutschen KZ Buchenwald umgekommen. Das Buch, das ihn fesselt, aufwühlt und schockiert, trägt den Titel »Le peuple allemand accuse« Kein geringerer als Romain Rolland hat das Vorwort verfasst: »Dieser Titel erinnert an die mannhafte Herausforderung, die vor Zeiten ein Mensch in das Gesicht der Gewalt warf. Es handelte sich einst um einen einzigen verurteilten Unschuldigen. Und zu diesem Aufruf empörte sich das Gewissen der ganzen Welt. Heute schweigt die Welt angesichts eines Volkes, das zu Grabe getragen wird.«

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