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Von Manfred Hönel
18.04.2012

Eisbären am Stock

Verletzungssorgen beim Eishockeymeister

Die Berliner Eisbären leckten gestern ihre Wunden nach dem 2:0-Sieg im ersten Finalspiel gegen Mannheim. Zum Training liefen nur elf Feldspieler und Reservetorwart Kevin Nastjuk aufs Eis. Sven Felski, Jonathan Sim und James Sherrow ließen sich dagegen medizinisch behandeln. Für den Torschützen Mads Christensen hatte Trainer Don Jackson eine »Erholungspause« im Kraftraum angeordnet. »Wir hoffen aber, dass wir heute alle in Mannheim wieder an Deck haben«, sagte Verteidiger Frank Hördler.

Der Neu-Lindenberger hatte in Spiel eins eine starke Partie geboten. Die Berliner Abwehr hielt zusammen wie selten zuvor. Da staunte selbst Mannheims Trainer Herold Kreis: »Ich habe die Berliner Verteidigung lange nicht so stark gesehen.« Für Hördler war das Spiel ohne Gegentor auch ein Verdienst seiner Kollegen im Sturm: »Die Jungs sind gerannt wie die Teufel. Ohne ihre Hilfe hätten wir Verteidiger nicht so sicher stehen können. Außerdem war da auch noch unser Keeper Rob Zepp.«

Durch den Ausfall von André Rankel (Sperre) und Florian Busch (Kopfprellung) sah sich Trainer Jackson gezwungen, völlig neue Reihen zu formieren. »Vielleicht hat das die Mannheimer verunsichert. Ihre Videoaufzeichnungen von unseren vorherigen Spielen konnten sie in die Tonne schmeißen«, war Frank Hördler sichtlich amüsiert. Das Lächeln könnte dem Nationalspieler allerdings heute vergehen, denn Mannheims Yanick Lehoux droht: »Wir gewinnen zu Hause und werden Deutscher Meister.«

Bei den Berlinern kann wahrscheinlich Florian Busch wieder mitmischen. »Wenn wir dann noch so kämpferisch und diszipliniert spielen wie am Sonntag, ist auch gegen das Starensemble der Adler in Mannheim etwas drin«, bleibt Frank Hördler Optimist.

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