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20.04.2012

Niedriglohnrekord auf Rügen

Durchschnitt liegt bei 16,81 Euro pro Stunde

Bei den Löhnen gibt es zwischen Ost und West immer noch gravierende Unterschiede. Eine neue Studie zeigt, dass Arbeiter in der westdeutschen Autoindustrie Spitzenverdiener sind. Die Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern haben die geringsten Stundenlöhne.

Dresden/Schwerin (dpa/nd). In westdeutschen Industriezentren verdienen Arbeitnehmer mehr als doppelt so viel wie in ländlichen Regionen Ostdeutschlands. Wie das ifo Institut in Dresden in dieser Woche mitteilte, erzielen Beschäftigte in der niedersächsischen Autostadt Wolfsburg Bruttostundenlöhne von 39,66 Euro und sind damit Spitzenverdiener in Deutschland. Die Urlauberinsel Rügen hingegen nimmt mit durchschnittlich 16,81 Euro den letzten Platz im Vergleich der 413 Landkreise und kreisfreien Städte ein.

Sieben Nordost-Kreise

»Die Wirtschaftsstruktur einer Region bestimmt maßgeblich das Einkommen. In der Autobranche werden gute Löhne gezahlt, im Tourismus ist das Lohnniveau viel niedriger«, erklärte Joachim Ragnitz vom Ifo Institut. In der Rangliste vorn stehen mit Ludwigshafen (BASF) und Ingolstadt (Audi) zwei weitere Industriezentren, in denen die Bruttolöhne mehr als 35 Euro je Stunde betragen.

Auf den letzten sieben Plätzen liegen ausnahmslos Kreise in Mecklenburg-Vorpommern mit Stundenlöhnen von weniger als 19 Euro. In diesen Bereichen rangieren auch Greiz in Thüringen und der sächsische Erzgebirgskreis. Für Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen wurden 26,87 Euro angegeben. Für seine Erhebungen hatte Ragnitz nach eigenen Angaben auf Daten von 2009 zurückgegriffen. Aktuellere lägen nicht vor.

Auch der Großraum München zählt laut Ragnitz weiterhin zu den Regionen, in denen Arbeitnehmer sehr hohe Löhne erzielen können. Doch würden vor allem dort die hohen Mietkosten kräftig zu Buche schlagen. So rangiere München beim Nominalverdienst zwar auf Platz 25, erreiche gemessen am Realeinkommen mit Platz 286 aber nur einen Mittelfeldrang.

Kein Ausgleich

Ragnitz legte wanderungswilligen Arbeitnehmern daher nahe, bei der Wahl von Arbeits- und Wohnstandort eher die Reallöhne als die Nominallöhne zugrunde zu legen. Seinen Erhebungen zufolge gleichen die zumeist niedrigeren Lebenshaltungskosten in den neuen Bundesländern aber die Einkommensunterschiede bei weitem nicht aus. So sei das Leben in Ostdeutschland (ohne Berlin) im Schnitt sieben Prozent preiswerter als im Westen.

Die verfügbaren Einkommen, dazu zählen neben Gehältern und Löhnen unter anderem auch Renten und Sozialleistungen, liegen indes im Osten bei weniger als 80 Prozent des Westniveaus. Auf Rügen stehen laut Statistik rund 15 000 Euro je Einwohner und Jahr zur Verfügung, in München sind es 23 600 Euro, in Wolfsburg knapp 19 000.

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