Hans-Christian Ströbele 21.04.2012 / Debatte

Strafen fehl am Platze

Hans-Christian Ströbele, Jahrgang 1939, ist Rechtsanwalt und für Bündnis 90/Die Grünen Abgeordneter des Bundestages.

»Meinen Sie das ernst, Herr Ströbele?« fragte die Schlagzeile der »Bild«-Zeitung scheinbar empört. Es ging um meine Meinung, das Verbot des Beischlafs unter erwachsenen Verwandten aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, wenn sie freiwillig und selbstbestimmt handeln. Begründet wird die Empörung im Kommentar damit, dass solche »moralischen Verbrechen fast immer mit Missbrauch und Abhängigkeit einhergehen«. Verschwiegen wird geflissentlich, dass der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung vor sexuellem Missbrauch und vor sexuellen Handlungen mit Abhängigen, etwa mit Schutzbefohlenen und Anvertrauten, durch mehrere andere Strafvorschriften mit hohen Freiheitsstrafen bedroht ist. Dabei soll es bleiben.

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