Ralf Klingsieck, Paris 21.04.2012 / Ausland

Kein Blick für die Sorgen im Land

Die Ablehnung der Sarkozy-Politik in breiten Bevölkerungskreisen könnte die Trumpfkarte für Herausforderer Hollande werden

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen an diesem Wochenende dürfte sich ein politisches Duell zwischen dem konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und dem Sozialisten François Hollande ergeben. An den wichtigsten Problemen des Landes redeten beide im Wahlkampf jedoch vorbei.

Präsidentschaftswahlen werden nicht von einem der Kandidaten gewonnen, sondern von seinem unmittelbaren Gegner verloren. Diese Grunderkenntnis französischer Politologen dürfte bei der bevorstehenden Präsidentschaftswahl zutreffender denn je sein. Beim ersten Wahlgang am Sonntag sollen die rund 45 Millionen Wähler eine Vorauswahl unter zehn Kandidaten treffen. Der zweite Wahlgang am 6. Mai ist dann eine Stichwahl unter den beiden Bestplatzierten. Der Wahlkampf hat schon vor Monaten mit dem Sieg von François Hollande bei der Urabstimmung der Sozialisten begonnen. Vom Niveau der politischen Auseinandersetzung sind viele Franzosen jedoch enttäuscht. Jeweils über Tage dominierten sekundäre Themen, die einer der Kandidaten in die Debatte geworfen hat und auf die die anderen - einander überbietend - eingegangen sind. Dadurch nahm die öffentliche Diskussion einen Zickzackkurs und entfernte sich immer mehr von den eigentlichen Problemen des Landes und den Sorgen der Franzosen. Außenpolitische Themen, die Rolle Frankreich in Europa oder Umweltfragen wurden weitgehend ausgeklammert.

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