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23.04.2012

Job erledigt - in Bahrain

Kommentar von Detlef D. Pries

Den Job erledigte Sebastian Vettel zur Zufriedenheit seiner selbst, seiner Chefs und seiner Fans. Denn: »Unser Job ist der Sport. Sonst nichts«, hatte der 24-Jährige vor dem Formel-1-Rennen in Bahrain unbedarft geäußert. Ganz im Sinne der Bosse im PS-Zirkus, die den Fahrern soufflierten: »Wir sind nicht hier, um uns in die Politik einzumischen.« Also sorgte sich der Jungstar um Motor- und Reifentemperaturen, nicht um die Hitze der politischen Kämpfe unweit der Rennstrecke, die laut Augenzeugen wie ein Hochsicherheitstrakt abgesperrt war.

Einer von Vettels berühmten Vorgängern war schon mal zu der Erkenntnis gelangt, dass es Sachen im Leben gibt, »die wichtiger sind, als mit dem Auto im Kreis zu fahren«. Allerdings bezog auch der - Niki Lauda - das nur auf sein eigenes Leben, das er im Rundenkarussell fast verloren hätte. In Bahrain aber starben im vergangenen Jahr mehr als 30 Menschen, die sich gegen die Unterdrückung durch das Königshaus aufgelehnt hatten. Hunderte wurden verhaftet und gefoltert. Und nur Stunden vor dem Vettel-Sieg wurde nach gewaltsam aufgelösten Demonstrationen in Manama wieder ein Toter gefunden. Doch die Show lief weiter.

Wieder wird man streiten, ob Großveranstaltungen überhaupt an »Problemstaaten« vergeben werden sollten oder nicht. Wahr ist, dass Protestbewegungen und Menschenrechtsorganisationen solche »Mega-Events« inzwischen ebenfalls nutzen, um Aufmerksamkeit zu erregen, die ihnen sonst verwehrt bliebe. Das berechtigt indes auch 24-Jährige nicht zur Ignoranz gegenüber allem, was nicht ihr »Job« ist. Selbst wenn ihnen skrupellose Bosse genau diese Haltung vorleben.

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