23.04.2012
Meine Sicht

Praktisch und mit Vision

Klaus Joachim Herrmann über die Konferenz der LINKEN

Die LINKE in Berlin hat auch Monate nach der Abwahl weiter hart an ihrer Regierungszeit zu knabbern. Fehler, Versäumnisse, Unzulänglichkeiten werden immer wieder aufgelistet. Jüngst erst auf der Basiskonferenz am Sonnabend. Lehren aus einer Niederlage zu ziehen, ist ja auch unumgänglich. Genau so, wie die Erfolge genauere Betrachtung und Schlussfolgerung verdienen.

Wie sonst sollte man es besser hinbekommen, wenn es nötig wird und sich eine Gelegenheit dazu bietet. So bekommt man vielleicht die Strategie klar und überzeugend hin und wird die eigene Farbe kräftig. Der Kompromiss ist nicht schmerzlich, die Kommunikation ohne Verluste. Auch eine Vision wäre nicht übel. Für all das lohnt sich das Lernen ganz sicher.

So wichtig die Beschäftigung mit sich selbst für die Linkspartei aber auch sein mag, allein damit wird sie ihrem Mitglieder-, Wähler- und dem Schwund an Einfluss nicht beikommen. Parteien sollen schließlich für jemanden da und nützlich sein, Interessen vertreten, etwas bewegen – praktisch sein. Das besser heute als morgen. Denn das Leben findet ja auch täglich statt – wie zum Beispiel Wohnen zu einer Miete, die weiter steigt. Das braucht aber wohl noch einige Basis- und andere Konferenzen.

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