Elfi Schramm
24.04.2012

Rezension: Wunder oder nicht?

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Wie wirken äußere Einflüsse auf das innere Wohlbefinden?, fragt sich die Autorin, Professorin der Washington-Universität.

Sie kommt zu der Erkenntnis, dass bestimmte Anblicke genauso zur Genesung beitragen können wie Klänge oder Stille. So konnten Patienten einer Studie, deren Betten im Krankenhaus den Blick auf ein Wäldchen ermöglichten, einen Tag früher nach Hause als Patienten mit Blick auf eine Mauer.

Auch der Geruch kann zur Genesung beitragen. Warum riecht die Luft nach Regen anders? Weil die Wassertropfen Blätter, Erde, Gras oder Straßenbelag einhüllen und ein klein wenig davon in sich lösen. »Wenn das Wasser dann verdampft, werden die Moleküle in komplexen Mischungen in die Luft freigesetzt«, was der Mensch durch sein Geruchsorgan wahrnimmt. Und was ihm anscheinend sehr gut gefällt und sein Wohlbefinden vergrößert.

Doch neben wissenschaftlich erklärbaren Dingen widmet sich die Expertin auch dem faszinierenden Terrain des Unerklärlichen, Spirituellen - den Pilgerstätten wie Lourdes im französischen Vorgebirge der Pyrenäen. Hier soll es seit 1858 eine heilsame Quelle entdeckt wurde, 67 Wunderheilungen gegeben haben. Man mag das bezweifeln, aber vielleicht ist es ja so, dass Lourdes einen Geist der Offenheit ausstrahlt, eine Akzeptanz des Krankseins, des Suchens und Schenkens von Hilfe, die für jedermann so sehr spürbar sind, dass allen Selbstheilungskräften des Körpers auf die Sprünge geholfen wird. Das jedenfalls halten auch Mediziner für eine mögliche Quelle der Heilung

Esther M. Sternberg: Heilende Räume, Crotona Verlag GmbH, 331 S., geb., 19,95 €.

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