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Von Olaf Standke
24.04.2012

Flüchtlinge brauchen mehr Hilfe

Heglig ist zur Geisterstadt geworden, die Bewohner mussten in den vergangenen Wochen fliehen, seit erbitterte Kämpfe zwischen sudanesischen und südsudanesischen Truppen um das gleichnamige Ölfeld toben. Etwa 5000 Menschen kampieren nun in rund 100 Kilometer weiter nördlich gelegenen Orten, die meisten unter freiem Himmel, ohne ausreichend Lebensmittel, Wasser und Medikamente. Mit großen Versorgungsproblemen haben auch die Helfer in den Lagern um Syrien mit inzwischen 61 000 Bewohnern zu kämpfen. Nicht einmal 20 Prozent der vor einem Monat für die Nothilfe veranschlagten 84 Millionen Dollar (66 Mio. Euro) seien von Geberländern bereitgestellt worden, klagte jetzt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Von 34 humanitären Organisationen hätten bislang nur acht finanzielle Unterstützung erhalten.

Hier spiegelt sich ein verheerender Trend wider: Auf der einen Seite wächst die Zahl der Flüchtlinge. Unsicherheit und Konflikte haben im Vorjahr z.B. 3,5 Millionen Menschen im eigenen Land in die Flucht getrieben, die Zahl neuer Binnenflüchtlinge stieg gegenüber 2010 um ein Fünftel. Heute sind allein 26 Millionen Menschen in ihrer Heimat auf der Flucht vor Gewalt und Verfolgung, 1997 wurden noch 17 Millionen erfasst. Zählt man jene hinzu, die ihr Heimatland gleich ganz verlassen mussten, sind es weltweit über 42 Millionen.

Ihnen versucht das UNHCR, das auf Gelder der UN-Mitglieder und Spenden angewiesen ist, in diesem Jahr mit einem Budget von 3,5 Milliarden Dollar zu helfen; im nächsten sollen es sogar noch weniger werden. Das Geld reicht hinten und vorn nicht. Dabei sind ganz offensichtlich selbst in Krisenzeiten ausreichend Mittel vorhanden: Über 1,7 Billionen Dollar wurden im Vorjahr weltweit für Rüstung und Soldaten verpulvert - das sind Tag für Tag 4,9 Milliarden Dollar.

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