Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

Seit nunmehr fast 25 Jahren ist das »nd« einem stetigen Wandel unterworfen und muss sich immer wieder neu in der Zeitungslandschaft erfinden. Das gilt für Print wie für Online, einiges geschieht hinter den technologischen Kulissen, vieles ist für die Leserinnen und Leser augenfällig.

Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

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28.04.2012

Streitfrage: Die Piraten - eine Partei ganz neuen Typs?

Die Piraten treffen sich an diesem Wochenende zu ihrem Bundesparteitag in Neumünster. Dort wollen die Delegierten eine neue Führung wählen und sich über den künftigen Kurs der Partei verständigen. Erwartet wird außerdem, dass sich die Piraten klar gegen Neonazismus positionieren. Zuletzt machte die Partei, die in Umfragen bei etwa 13 Prozent liegt, mit kontroversen Statements von sich reden. So verglich der Parlamentsgeschäftsführer der Berliner Piratenfraktion, Martin Delius, den Aufstieg der Piraten mit dem der NSDAP zwischen 1928 und 1933.

Doch wo stehen die Piraten im deutschen Politikbetrieb? Links oder rechts der Mitte? Welches Parteiverständnis vertreten sie? Sind sie mehr als die Ein-Punkt-Partei, als die sie gern dargestellt werden? Und geht die Partei womöglich den Weg, den die Grünen vor rund 30 Jahren eingeschlagen haben und der sie in die Bundesregierung geführt hat?

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