Irmtraud Gutschke 03.05.2012 / Literatur
Literatur

Der Junge aus Horka

Jurij Koch: Mit seinem Buch »Das Feuer im Spiegel« holt er Erinnerungen aus dem Nebel

Womöglich kommt für jede, jeden die Zeit, da sie, da er zurückblicken möchte. Womöglich täte es jedem gut, das schreibend zu tun. Sich seiner selbst zu vergewissern, wie man wurde, was man ist, und dabei Kinder und Kindeskinder im Blick zu haben - vielleicht auch einen größeren Leserkreis. Aber für diesen bedarf es mehr als der Erinnerung, wie sie ist und sein soll. Da muss die Aufrichtigkeit tiefer gehen, als man es wollte. Und das Erzählen braucht einen eigenen Ton, der für Autobiografisches mindestens ebenso schwierig zu finden ist wie für eine »ausgedachte Geschichte«. Gut ist es auch, wenn man, wie Jurij Koch, als Schriftsteller schon einen Namen hat, damit die Leute aufhorchen. Denn Aufmerksamkeit ist ein rares Gut im Stimmengewirr, das uns umgibt.

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