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03.05.2012

Annäherung Longuets an Le Pen kritisiert

Paris (AFP/nd). Sowohl die Opposition als auch Teile der Regierung haben die Äußerung des französischen Verteidigungsministers Gérard Longuet kritisiert, der die Rechtsextreme Marine Le Pen als »Gesprächspartnerin« bezeichnet hatte. Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande sprach sich am Mittwoch für den Ausschluss Longuets aus der Regierung aus. UMP-Chef Jean-François Copé stellte am Mittwoch in der Zeitung »Figaro« klar: »Kein Bündnis und keine Gespräche mit der Front National«. Auch Präsident Nicolas Sarkozy hatte Absprachen mit der FN ausgeschlossen.

2 Kommentare

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  • GERNEZ / 02. May 2012 22:34

    Logisch

    Gérard Longuet war früher Mitglied einer rechtsextremen Bewegung, wie einige Minister der (noch) heutigen Regierung. Dank Jean-Luc Mélenchon und der Linksfront hat Marine Le Pen nur 17,80% bei den Wahlen bekommen. Und dank Sarkozy und seiner Politik seit über 5 Jahren hat sie dieses Ergebnis bekommen. Es ist doch logisch, dass Typen wie Longuet heute für eine Zusammenarbeit mit den Rechtextremen arbeiten. Es ist aus diesem Grund logisch, dass die Linksfront gegen Sarkozy UND gegen Le Pen kämpft.
    Pierre, Paris.

  • 123DDR / 03. May 2012 07:18

    Franz-Josef Strauß

    Wir sind nicht auf einem linken Symposion. Viel wichtiger als der Diskurs unter Politikern ist es, den Rechten das Wasser abzugraben, das deren Wähler ihnen in immer größerer Menge und Zahl nachtragen. Seht Euch nur um in Europa.

    Eine der vornehmsten Aufgaben von Demokraten ist es deshalb, diese Wähler - die ja nicht immer rechts sind, sondern aus teilweise verständlichen, aber auch skurrilen Ängsten und Frustrationen rechts wählen - an demokratische Parteien zu binden.

    Franz-Josef Strauß hat das verstanden. Wer aber mit Reflexen aus linken Diskursen auf die Ängste der Wähler von Rechten reagiert, wird den Rechten weiter die Leute in die Arme treiben.

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