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05.05.2012

Stöß bei SPD in Mitte vorn

(dpa). Der SPD-Kreisverband Mitte hat sich überraschend deutlich für den SPD-Linken Jan Stöß als künftigen Berliner SPD-Vorsitzenden ausgesprochen. Nach längerer Diskussion erhielt Stöß bei einer Delegiertenversammlung am Donnerstagabend 86 von 122 Stimmen. Für eine Wiederwahl des amtierenden SPD-Vorsitzenden Michael Müller votierten nur 26 Delegierte; zehn enthielten sich. Damit schwinden die Chancen Müllers, bei einem Parteitag am 9. Juni zum vierten Mal in seinem Amt bestätigt zu werden. Der Kreisverband Mitte galt bisher als unentschieden zwischen beiden Bewerbern. Mit 27 Delegierten könnte er den Ausschlag bei der Wahl des SPD-Vorsitzenden geben.

Als Unterstützer des Herausforderers Stöß gelten auch die großen Kreisverbände Kreuzberg-Friedrichshain, wo der 38-Jährige selbst Kreischef ist, sowie Pankow, Neukölln, Reinickendorf und Spandau. Für Müller sprachen sich bisher die Kreisverbände Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf aus.

Stöß hatte zuvor seine Gegenkandidatur als urdemokratisches Recht in jeder Partei bezeichnet. »Ich möchte nicht zulassen, dass diese Kandidatur als parteischädigend bezeichnet wird.« der S-Bahn. Müller warnte davor, dass sich die SPD in verschiedene Klein-Parteien aufspalte, die gegeneinander arbeiteten.

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