09.05.2012

Rote Karte für Dienstwagen

Potsdam (dpa). Rote Karte für den Dienstwagen. Sozialminister Günter Baaske (SPD) ist von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gerügt worden, weil sein Auto besonders viel Kohlendioxid ausstößt. Finanzminister Helmut Markov (LINKE) hingegen geht in Sachen Umweltfreundlichkeit mit seiner Limousine mit gutem Beispiel voran. Er erhalte die symbolische »Grüne Karte« dafür, dass sein Dienstwagen den Klimaschutz-Zielwert der EU beim Kohlendioxidausstoß unterschreite, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag mit. Der Zielwert liegt bei 130 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Baaskes Wagen stößt 199 Gramm aus, Markovs 127 Gramm. Das Sozialministers kündigte nach Veröffentlichung der Zahlen an: »Spätestens im August gibt es einen neuen Wagen. Der Jetzige ist ein älterer. Der neue stößt nur noch 139 Gramm Kohlendioxid aus.«

Markov gehört nicht nur in Brandenburg zu den Besten dieses Vergleichs, sondern auch bundesweit: Nur fünf Landespolitiker unterschritten mit ihren Dienstwagen den EU-Zielwert. Die Hälfte der Ministerpräsidenten und zwölf Minister fallen hingegen besonders negativ auf und überschreiten die Marke um 50 Prozent oder noch mehr. Der Blick auf die gesamte Dienstwagenflotte der brandenburgischen Regierung zeigt Erfreuliches: Im bundesweiten Vergleich kommen die Dienstlimousinen auf den drittniedrigsten durchschnittlichen Kohlendioxidausstoß nach Hamburg und Bremen. Binnen eines Jahres verbesserte sich der Wert außerdem etwas. Im Durchschnitt kommt jeder Dienstwagen auf 162 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Vor einem Jahr waren es 178 Gramm.

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