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Von Irina Wolkowa, Moskau
10.05.2012

Putin dankt den Architekten des Sieges

Militärparade in Moskau zum 67. Jahrestag des Triumphes über den Hitlerfaschismus

Russland beging am Mittwoch den 67. Jahrestag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg. In allen Regionen und Städten wurde gefeiert. In Moskau paradierte das Militär.

Die Welt habe tatenlos zugesehen, wie sich der Faschismus entwickelte, und das habe zum Zweiten Weltkrieg geführt. Das dürfe die Menschheit, um eine Wiederholung der Tragödie auszuschließen, nie vergessen. Dazu sei es erforderlich, sich streng an völkerrechtliche Normen zu halten, die Souveränität eines jedes Staates zu achten und die Entscheidungen zu respektieren, die die Völker für ihren Entwicklungsweg treffen.

Die kurze Ansprache während der Militärparade zum Tag des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg auf dem Roten Platz in Moskau war der erste öffentliche Auftritt Wladimir Putins nach dessen Vereidigung für eine dritte Amtszeit als Präsident am Montag. Auch der am Dienstag mit satter Mehrheit von der Duma als Ministerpräsident bestätigte Dmitri Medwedjew stand in der ersten Reihe der Ehrengäste.

Die meisten Plätze auf den Tribünen waren jedoch an die letzten noch lebenden Kriegsteilnehmer und deren Angehörige vergeben worden. Putin gedachte ihrer mit besonders warmen Worten: Sie hätten in den vier Kriegsjahren an der Front und im Hinterland schier Unmögliches vollbracht und seien die eigentlichen Architekten des Sieges über den Hitlerfaschismus im Mai 1945.

Zwar hatte das postkommunistische Russland in den ersten Jahren nach dem Systemwechsel auf Militärparaden verzichtet, die zu Sowjetzeiten sowohl am Jahrestag der Oktoberrevolution als auch des Sieges stattfanden. Wiederbelebt wurde die Tradition erst bei den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Kriegsendes in Europa 1995. Doch es geht inzwischen sehr viel bescheidener zu. Vor allem auf den Einsatz schwerer Technik wird, um die Umwelt und das historische Kopfsteinpflaster auf dem Roten Platz zu schonen, weitgehend verzichtet.

Auch diesmal folgten den rund 14 000 Soldaten aller Waffengattungen, die an den Ehrengästen zu Marschklängen aus dem Großen Vaterländischen Krieg vorbei defilierten, nur rund 100 Einheiten Kriegstechnik. Neben Panzern des Typs T-90 - die Serie wurde schon im Krieg aufgelegt und wird seither ständig weiterentwickelt - vor allem Kurzstreckenraketen »Iskander« und die Interkontinentalrakete Topol-M, die angeblich in der Lage ist, jede gegnerische Abwehr zu überwinden. Ihren Weg vom Chodynka-Feld ins Stadtzentrum und zurück verfolgten Tausende Moskauer und Gäste der Hauptstadt.

Am Nachmittag fanden überall Volksfeste statt, der Tag klang mit einem grandiosen Feuerwerk aus.

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