Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Silvia Ottow
10.05.2012

Schröder-Kritik mit Schleife

Bündnis fordert von Bundesfamilienministerin andere Politik oder Rücktritt

Über 24 000 Menschen haben in den vergangenen zwei Wochen einen offenen Brief an Bundesfamilienministerin Kristina Schröder unterzeichnet. Darin wird sie aufgefordert, eine andere Frauen- und Familienpolitik zu machen – oder ihren Platz zu räumen.

Kristina Schröder hat ihre Mitarbeiterin Inge Stockhoff vorgeschickt. Die musste gestern den offenen Brief von Kritikerinnen und Kritikern entgegennehmen, in dem die Ministerin scharf attackiert wird. Dazu ein Stapel Unterschriften in grüner Schleife.

Initiiert vom Berliner Landesverband der Grünen, von der Frauenrechtsorganisation Terres des femmes, dem feministischen Blog Mädchenmannschaft e.V., der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen sowie dem Kegelklub der Piratenpartei hatte es das Bündnis nicht schwer, in kurzer Zeit Tausende Unterschriften zu sammeln - von Frauen und Männern, Organisationen, Kommunal- oder Bundespolitikern, Prominenten und Nichtprominenten. Sie alle eint die Wut über eine ohnmächtige Ministerin, die endlich tun sollte, wofür sie bezahlt wird, statt in einem Buch Feministinnen zu beschimpfen. Die Probleme bestünden in geringerem Lohn für gleiche Arbeit, fehlenden Kitaplätzen und der Gefahr weiblicher Altersarmut aufgrund von Teilzeitarbeit, niedrigen Löhnen und geringfügiger Beschäftigung.

In dem Brief, den Prominente wie der Grüne-Politiker Jürgen Trittin ebenso unterzeichneten wie Unzufriedene wie die Doktorandin und Mutter zweier Kinder aus Berlin, Anke Steinborn, heißt es weiter: »Im Gegensatz zu Ihnen, Frau Schröder, halten wir die Lösung dieser Probleme aber nicht für eine private Frage des individuellen Verhandlungsgeschicks, sondern schlicht für strukturelle Diskriminierung, der politisch etwas entgegengesetzt werden kann und muss.« Schröder wird aufgefordert, den Weg für die Quote in Vorständen und Aufsichtsräten freizumachen und gegen die skandalöse Lohnlücke von 23 Prozent zwischen Männern und Frauen zu kämpfen. »Wenn Sie gemäß Ihrer individuellen Überzeugung weiterhin vorhaben, die Bedeutung von struktureller Ungleichheit für die aktuelle Lage der Frauen in unserem Land zu leugnen, bitten wir Sie von ganzem Herzen: Machen Sie den Weg frei für eine Ministerin, die unsere Interessen endlich vertritt!«

Eigentlich wollte man in einen Dialog mit der Bundesministerin eintreten, sagt die Berliner Grünen-Landesvorsitzende Bettina Jarasch. Sie bezweifele jedoch, dass das noch möglich sein werde. Schröder sei nicht in der Lage, die gesellschaftliche Debatte zu führen, die sich nach Erscheinen ihres Buches »Danke, emanziüiert sind wir selber!« entwickelt habe. Die Unterschriftensammlung sei zwar beendet, aber man werde sich weiter auf politischen und parlamentarischen Wegen um die Lösung der Probleme bemühen.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken