Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Martin Kröger
12.05.2012
Person

Aspirant

Klaus Keese - Der 60-Jährige bewirbt sich erneut als Polizeichef in Berlin

Klaus Keese kann nur Optimist sein. Obwohl er sich bereits im vergangenen Jahr eine Abfuhr geholt hat, bewirbt sich der 60-Jährige jetzt erneut für den Posten des Berliner Polizeipräsidenten. Am Donnerstag hat Keese seine Bewerbungsunterlagen bei der Innenbehörde eingereicht. Die Bewerbungsfrist für den seit einem Jahr vakanten Posten läuft noch bis zum 18. Mai. Dann muss sich Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) entscheiden.

Ob Klaus Keese, der seit vielen Jahren die Direktion 1 im Berliner Norden leitet, Chancen auf den Posten hat, darf allerdings bezweifelt werden. Bei seiner letzten Bewerbung zog Keese auch deshalb den Kürzeren, weil sich der damalige SPD-Innensenator für den ranghöheren Udo Hansen entschieden hatte. Dass der ehemalige Bundespolizeiführer Hansen trotz Nominierung durch den Senat nie den Posten antrat, lag indes an Klaus Keese. Denn der gab sich mit seiner Niederlage nicht zufrieden und zog vor Gericht: Gleich zweimal gelang es ihm dort, das Auswahlverfahren zu stoppen. Am Ende blieb dem inzwischen gewählten Innensenator Henkel nichts anderes übrig, als die Stelle nach dem peinlichen Hickhack neu auszuschreiben.

Indes: Freunde hat sich Keese, der kein Parteibuch besitzt, mit seinen Klagen innerhalb der politischen Klasse Berlins sicher nicht gemacht. Wer lässt sich schon gerne öffentlich düpieren? Dabei ist die politische Unterstützung für einen Polizeipräsidenten mit seiner 22 000-Personen-Behörde wichtig. Die Chemie muss da stimmen. Auch wenn Keese fachlich die Fähigkeiten und die Erfahrung besitzt. Schließlich sind die Berliner Direktionen häufig größer als andernorts Polizeipräsidien. Aber ohne Vitamin Politik scheint seine Bewerbung aussichtslos.

Bessere Chancen als Keese hat da zurzeit sicher die amtierende Polizeichefin Margarete Koppers. Sie ist höherrangig, polizeiliche Führungserfahrung hat sie im Vertretungsjahr auch gesammelt. Und von den Politikern wird sie trotz zögerlicher Kommunikation zu den Rohrbombenfunden geschätzt. Keese bliebe da wohl, was er ist: ein optimistischer Aspirant.

Martin Kröger

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken