Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

Seit nunmehr fast 25 Jahren ist das »nd« einem stetigen Wandel unterworfen und muss sich immer wieder neu in der Zeitungslandschaft erfinden. Das gilt für Print wie für Online, einiges geschieht hinter den technologischen Kulissen, vieles ist für die Leserinnen und Leser augenfällig.

Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der LeserInnen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer „sanften“ nd-Zahlschranke. Wir blenden einn Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Wir hoffen, dass viele LeserInnen zu dem Entschluss kommen: Linker Journalismus ist mir etwas wert!

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12.05.2012
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Andreas Möllers berühmtes Diktum »Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!« könnte aktuell lauten: Kiew oder Kraków - Hauptsache Ukraine! Natürlich sorgt sich die deutsche Nationalelf dabei auch um die Menschenrechte. Deshalb gilt bei EM-Begegnungen in der Dnepr-Despotie ein Boykott von Krimsekt. Besonders hoch motivierte Kicker wollen diese Maßnahme ausweiten - auf Krimis. Dagegen sind - mit Blick auf die eingekerkerte Oppositionsführerin - Zöpfe ausdrücklich erwünscht, vornehmlich Mohn- und Hefezöpfe, die dann als demonstrative Geste unter die Schlachtenbummler geworfen werden. Zudem sollen die Herrschenden in Kiew via TV-Übertragung immer wieder an die »Orange Revolution« erinnert werden. Spieler mit Orangenhaut sind möglichst häufig offensiv anzuspielen. Allerdings wollen bereits etliche deutsche Balltreter den Bundestrainer nicht mehr als Diktator akzeptieren. Sie haben herausgefunden, dass der Löwe ein altes ukrainisches Wappentier ist. ibo

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