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15.05.2012

Streit um »Tempelhofer Freiheit«

(epd/nd). Die »Tempelhofer Freiheit« sorgt innerhalb des Berliner Senats für Meinungsverschiedenheiten. »Für mich ist der Begriff ein Ausdruck von Geschichtsvergessenheit«, sagte der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) am Montag in einem epd-Gespräch. Angesichts der historischen Erkenntnisse über das Konzentrations- und Zwangsarbeiterlager, die sich zur NS-Zeit dort befanden, dürfe unter diesem Motto nicht nach einer neuen Nutzung für das riesige Freigelände am ehemaligen Tempelhofer Flughafen gesucht werden. Schmitz bestätigte, dass es im Senat noch keinen Konsens zum Verzicht auf diesen Begriff gibt. Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der zugleich Kultursenator ist, teile seine Auffassung nicht. »Wir müssen nicht immer einer Meinung sein«, sagte der Kulturstaatssekretär. Ob er sich daher mit seinen Vorstellungen durchsetzen werde, könne er noch nicht sagen. »Was die Bauprojekte angeht, habe ich keine Einwände, auch nicht mit dem geplanten Wellnesshotel«, fügte Schmitz hinzu. Das Gelände sei groß genug. »Hauptsache, der historische Ort wird entsprechend markiert.«

Seit Schließung des Flughafens 2008 wird in Berlin über die künftige Nutzung diskutiert. Der Begriff »Tempelhofer Freiheit« hingegen ist erst jüngst aus Marketinggründen unter anderem vom Senat geprägt worden. Damit soll auf die Rolle des Flughafens als Landeplatz für die alliierten »Rosinenbomber« bei der Blockade West-Berlins 1948/9 angespielt werden. Demgegenüber verweisen Historiker und eine Gedenkstätteninitiative auf die lange in Vergessenheit geratenen Verbrechen, die dort in der NS-Zeit begangen wurden.

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