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16.05.2012

Museumsstreit: Mäßigung angemahnt

(epd). Der frühere Intendant des Deutschlandradios, Ernst Elitz, hat die Berliner Koalitionspartner zur Verständigung im Streit um das geplante Museum des Kalten Krieges aufgerufen. Das Areal rund um den Checkpoint Charlie dürfe »kein Ort sein für kleinkarierten Parteienzank«, schreibt Elitz in einem Gastbeitrag für eine Tageszeitung. Hintergrund sind widerstreitende Auffassungen von SPD und CDU über ein Museum des Kalten Krieges an dieser Stelle.

Die CDU hatte auf ihrem Landesparteitag am Freitag das von der SPD-geführten Senatskulturverwaltung initiierte Projekt abgelehnt. Sie bevorzugt eine Geschichtsmeile quer durch die Stadt. Elitz schrieb dazu, es dürfe »kein Gegeneinander beider Projekte« geben. Deshalb müsse die CDU von ihrem Nein zum Museumsbau abrücken. Gleichzeitig solle sich die SPD zum Vorschlag der CDU bekennen. »Wenn es um eine gemeinsame Geschichte geht, darf es keine Teilung geben«, mahnte Elitz, der zudem auf Eile bei der Umsetzung drängte. Der gegenwärtige Zustand des Areals am Checkpoint Charlie sei peinlich und blamabel.

Nach den Plänen der Berliner Senatskulturverwaltung soll das Museum des Kalten Krieges bis 2015/16 in unmittelbarer Nähe des früheren Alliierten-Kontrollpunktes Checkpoint Charlie realisiert werden. Die Kosten würden den Angaben zufolge rund sechs Millionen Euro betragen. Mit dem Geld soll eine landeseigene gemeinnützige Betriebsgesellschaft gegründet werden, die sich in den Folgejahren »weitgehend selbst tragen« soll.

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