16.05.2012

Bewegungsmelder

Internationalistischer Kongress zu Krisen und Kämpfen in Erfurt

(nd). Unter dem Titel »Under Pressure - Krisen, Kämpfe, Transformationen« findet vom 17. bis 20. Mai in Erfurt der 34. Kongress der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) statt. Im Mittelpunkt der rund 70 Workshops und Veranstaltungen stehen die sich verschärfenden Krisen der Länder des globalen Südens sowie die innereuropäisch wachsenden Ungleichheiten. »Die neoliberalen Sparhaushalte treffen vor allem die Armen und Prekären in Südeuropa, die besonders von den Sozialkürzungen und den gestiegenen Lebenshaltungskosten betroffen sind«, erklärt Nicole Vrenegor von der Bundeskoordination Internationalismus. Der Kongress, zu dem 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwartet werden, widmet sich der Frage, wie weltweit eine gerechte Verteilung der gesellschaftlichen Ressourcen für alle aussehen kann. Die Veranstaltungen blicken auf die arabischen Revolten, die Folgen des Libyenkriegs sowie soziale Proteste gegen die EU-Krisenpolitik am Beispiel Portugals. Diskutiert wird die Frage, wie aus der Finanz- eine Staatsschuldenkrise gemacht wurde, genauso wie über die digitale Überwachung sozialer Bewegungen, zehn Thesen zur Kritik der »Grünen Ökonomie« und über den kommenden UN-Klimagipfel in Rio de Janeiro. Internationale ReferentInnen aus Libanon, den Niederlanden, aus Chile, Frankreich, Russland, England, Brasilien und Mexiko werden vor Ort sein. Der Bewegungskongress für linke, herrschaftskritische Debatten und Vernetzung findet in der Fachhochschule Erfurt ( Altonaer Straße 25) statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 bis 35 Euro, inklusive Übernachtung.

Die Bundeskoordination Internationalismus ist eines der ältesten Basisnetzwerke in Deutschland, das über 100 Eine-Welt-Gruppen, entwicklungspolitische Organisationen, Initiativen, Kampagnen und Zeitschriften vernetzt.

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