Martin Ling
18.05.2012

Blick auf die exklusiven Klubs

Am Beginn der Geschichte der »Gruppe der Acht« (G8) stand eine Sechserrunde: Der deutsche Kanzler Helmut Schmidt und der französische Präsident Valery Giscard d’Estaing luden 1975 nach Rambouillet. Auf der exquisiten Gästeliste waren die Staats- und Regierungschefs aus den USA, Großbritannien, Italien und Japan. Im Mittelpunkt der Gespräche standen das Weltwährungssystem nach dem Kollaps des auf den Dollar ausgerichteten Fixkurssystems von Bretton Woods aus dem Jahre 1944 sowie die erste Ölkrise.

1976 durfte auf Initiative der USA Kanada beitreten und machte die G7 als Klub der damals wirtschaftlich führenden Nationen der westlichen Welt komplett. 1999 wurde Russland aufgenommen und somit auf G8 aufgestockt. Einmal jährlich treffen sich die Staats- und Regierungschefs zum Weltwirtschaftsgipfel, an dem auch die Europäische Kommission teilnimmt.

Die G8 haben an Stellenwert verloren. 2009 wurde die Runde der G20 zum »obersten Forum für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit« aufgewertet. Dazu gehören die EU und 19 Staaten: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die USA. ML

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