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Von Gesa von Leesen, Stuttgart
18.05.2012

Ab in die nächste Runde

Metall-Tarifverhandlungen gehen heute weiter

Endlich könnte es einen Tarifabschluss für die Metallindustrie geben. Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten sich am Mittwochmorgen in Sindelfingen bei Stuttgart nach einer durchverhandelten Nacht getrennt.

Heute treffen sich Arbeitgeber und Gewerkschaft erneut, um endlich als Pilotbezirk einen Abschluss für die 3,6 Millionen Beschäftigten bundesweit zu erzielen. Knackpunkt ist offenbar eine Regelung für die durch Betriebsräte mitbestimmte Leiharbeit. Auch bei der unbefristeten Übernahme der Azubis sei noch kein Durchbruch erzielt worden, hieß es.

Über Lohn hatten die Verhandlungskommissionen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch überhaupt nicht geredet. Zunächst sollten die beiden qualitativen Forderungen nach Azubi-Übernahme und Leiharbeit verhandelt werden, erst dann steht die Geldfrage auf dem Programm. Gefordert hat die IG Metall 6,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber bieten bislang 3 Prozent für eine Laufzeit von 14 Monaten.

Knackpunkt Azubi-Übernahme

In punkto Übernahme möchten die Arbeitgeber die jetzige Regelung beibehalten, Azubis zunächst für ein Jahr zu übernehmen. An diesem Punkt der IG Metall entgegenzukommen, dürfte beim aktuellen Boom und Fachkräftemangel keine große Mühe kosten. Dem Argument, in Krisen würden Firmen mit der neuen Regelung zu stark eingeengt, würde die IG Metall Rechnung tragen und Ausnahmen zulassen.

In den vergangenen Wochen konnten laut IG Metall 750 000 Beschäftigte zu Warnstreiks mobilisiert werden. Nachdem es 2011 gerade mal 2,7 Prozent mehr Lohn gegeben hatte, wollen die Metaller angesichts vieler Überstunden und voller Auftragsbücher endlich deutlich mehr auf ihrem Konto sehen. Zudem ist das Gefühl, Verantwortung für die Lehrlinge im eigenen Betrieb zu haben, unter vielen Metallern stark ausgeprägt, also geht man für deren Übernahme auch gerne auf die Straße.

Schwieriger ist die Mobilisierung für das Thema Leiharbeit. Die IG Metall will mehr Mitbestimmungsrechte für die Betriebsräte. Allerdings haben starke Betriebsräte bereits jetzt per Betriebsvereinbarungen Maximalquoten und die ordentliche Bezahlung von Leiharbeitern geregelt. Dass schwache Betriebsräte das ebenfalls hinbekommen, wenn sie per Tarifvertrag dazu ermächtigt werden, erscheint wenig realistisch.

Leiharbeiterregelung weiter offen

Südwestmetall sieht keinen Bedarf für eine besondere Leiharbeiterregelung. Der Arbeitgeberverband will sich Flexibilität erhalten, räumt aber ein, dass er Verständnis für die Forderung nach fairer Bezahlung habe. »Deshalb unterstützen wir auch die Tarifgespräche mit der Zeitarbeitsbranche über Branchenzuschläge«, sagte der Vorsitzende von Südwestmetall, Rainer Dulger, kürzlich.

Sowohl der baden-württembergische Bezirksleiter der IG Metall, Jörg Hofmann, als auch Dulger erklärten am Mittwochmorgen nach der 16-stündigen Nachtsitzung, man habe sich angenähert. Hofmann sagte zwar, ein Scheitern sei weiter nicht ausgeschlossen; es könne immer noch zum Streik kommen. Aber: »Nach diesen vielen Verhandlungsrunden und der offensichtlichen Annäherung, frage ich mich, wofür wir unsere Leute jetzt noch mobilisieren sollen«, meinte ein IG-Metall-Funktionär nach der Vertagung. Um zu zeigen, dass man es ernst meint, ging dennoch die Anweisung an die IG Metall in Baden-Württemberg, die Urabstimmung für die Woche nach Pfingsten vorzubereiten. Kommentar Seite 17

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