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Von Heidi Diehl
19.05.2012
10. nd-Lesergeschichten-Wettbewerb

Aufwachen im »Knusperhäusel«

Ein Gewinner fährt mit der ganzen Familie zu einem Kurzurlaub ins malerische Obercunnersdorf

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Im verwunschenen Garten vom »Knusperhäusel«

Obercunnersdorf aus der Vogelperspektive betrachtet, weckt unwillkürlich Erinnerungen an die Modellhäuschen auf der Eisenbahnanlage aus Kinderzeiten - Häuser wie von Künstlerhand erschaffen, alles wirkt wie frisch gewaschen, dazwischen grün, viel grün und auch die Kirche mittendrin fehlt nicht. 2021 ist es 800 Jahre her, seit der Ort erstmals erwähnt wurde. Doch solange sollte man einfach nicht warten, um sich die Oberlausitzer Gemeinde einmal in Ruhe anzuschauen. Am 27. Mai wäre zum Beispiel ein toller Tag, sich auf den Weg zu machen, denn dann wird hier der Tag des offenen Umgebindehauses begangen.

250 solcher Häuser mit dem hölzernen Stützensystem, das auf zwei oder drei Seiten um die Block- oder Bohlenstube des Hauses herumgeführt wird, um den Stubenkörper von der Last des Daches zu befreien, kann Obercunnersdorf. aufweisen. Nirgendwo in ganz Deutschland gibt es einen Ort, der mehr vorweisen kann. Sie erzählen von einer längst vergangenen Zeit und Lebensweise.

Eines der berühmtesten Häuser des Dorfes ist das »Schunkelhaus«, das heute als Dorfmuseum dient. Seinen Namen verdankt es den schief zueinander stehenden Hausseiten. Es gibt einen Einblick in das Leben der Oberlausitzer Leineweber, die über Jahrhunderte der Region ihr Gepräge gaben.

Die meisten der Bilderbuchgebäude sind indes keine Museen, sondern liebevoll sanierte Wohnhäuser. Es lohnt sich, bei einem Spaziergang einmal auf die Details zu achten. Wenn die Menschen, die sie einst erbauten, auch arm waren, sie hatten ein feines Gespür für Schönheit, die uns heute noch das Staunen lehrt: die Türstöcke aus Granit, die kunstvoll vergitterten Haus- und Gewölbefenster, die ganz unterschiedlich gestalteten Schieferverkleidungen, die Fenster und Umgebindesäulen.

Das alles genau zu erkunden, wird ein Gewinner mit seiner ganzen Familie genug Zeit finden. Sie wird für vier Tage Quartier im »Knusperhäusel« nehmen. Das Ferienhaus von Romy Pribyl bietet Platz für sechs Personen, die von hier aus den Ort und die schöne Umgebung entdecken können. Zum Beispiel bei einem Dorfrundgang, der auch ins Schunkelhaus führt oder bei einem Besuch im Freizeit- und Erlebnisbad. Vielleicht bleibt ja sogar noch Zeit für einen Abstecher ins nahe gelegene Löbau, wo bis Oktober die Landesgartenschau einlädt.

Obercunnersdorf mit seinen ländlichen Attraktionen ist nur eines von 18 sächsischen Dörfern, die zu einer ganz besonderen Landpartie und Entdeckungsreise einladen. Seit Anfang des Jahres präsentieren sie sich unter dem Dach »Urlaub in Sachsens Dörfern« als neues Reiseangebot für Menschen, die auf gute Landluft, idyllische Natur und geschichtsträchtige Dörfer neugierig sind. So unterschiedlich sie auch sind, alle können mit vielfältigen dörflichen Traditionen, altem Handwerk und einzigartigen Naturerlebnissen punkten. Wer will, kann in Diesbar-Seußlitz mit dem Winzer Trauben pflücken, in Schwarzkolm den Spuren des Zauberjungen Krabat folgen, in Hinterhermsdorf naturbelassenen Pfaden folgen oder in Morgenröthe-Rautenkranz den Weltraum und Planeten erkunden.

Infos: Touristinformation Obercunnersdorf, Hauptstr. 65, 02708 Obercunnersdorf,
Tel./Fax: (035875) 609 54, www.obercunnersdorf.de;
Knusperhäusel: www.Urlaub-sachsen-ferienhaus-ferienzimmer.de;
»Urlaub in Sachsens Dörfern«: www.sachsensdoerfer.de

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