Hans-Dieter Schütt 21.05.2012 / Kultur

Lebens Geheimnis

Stéphane Hessel bleibt ein (sanfter) Empörer

Dieses Buch zu lesen, bedeutet eine »Übung in Bewunderung« - wie Stéphane Hessel es selbst ausdrückt, wenn er an Anreger und Herausforderer seines Denkens erinnert. An diesem deutschen Franzosen, an diesem französischen Deutschen zu bewundern ist ein ungewöhnlich intensiver Aufschwung des hohen Alters. Aber dieser Aufschwung eines fast 95-Jährigen reißt an keiner Stelle das Missverhältnis zwischen Sein und Wunsch, zwischen Wollen und Können auf, wie es oft genug jenen Typus prägt, der schon in der Frist lebt, aber noch immer meint, Zeit zu besitzen. Die Welt wimmelt vor solchen Leuten, die nicht loslassen können, und die ihre politischen, machtbezogenen, besserwisserischen Begierdereserven aufreißen, als gäbe es für diese überhaupt kein Verfallsdatum.

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