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21.05.2012

Chinesische Krabben in der Havel

Berlin (dpa). In den Flüssen in Berlin und Brandenburg, vor allem in der Havel, steigt seit Jahren die Zahl der chinesischen Wollhandkrabben, die es mit ausgestreckten Extremitäten auf 30 Zentimeter bringen können. Schon ihr runder Panzer misst bis zu zehn Zentimeter. »Trotzdem braucht sich kein Badender zu fürchten. Die Tiere sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in Wohnhöhlen im Uferbereich«, sagt die Leiterin des Berliner Fischereiamtes, Susanne Jürgensen. Die Geschäftsführerin des Naturschutzbundes, Anja Sorges, findet: »Es ist schon spektakulär, wenn man sie zufällig beobachten kann.«

Ein Problem stellt die Wollhandkrabbe für die Fischer dar: Denn sie zerstört Netze und Reusen, und frisst den Fang weg. »Hauptsächlich ernährt sie sich aber von Wasserpflanzen«, erläutert Jürgensen. Durch die verbesserte Wasserqualität in den deutschen Flüssen breite sich die Wollhandkrabbe, die vor hundert Jahren erstmals und seitdem immer wieder in Wasserballasttanks von Frachtschiffen aus Nordchina nach Deutschland gelangte, immer stärker aus. »In unserem Raum vor allem seit Mitte der 90er Jahre.«

Natürliche Fressfeinde hat die Wollhandkrabbe kaum. Allerdings stößt sie in regelmäßigen Abständen ihren Panzer ab. »In dieser Phase können ihr Graureiher, Aale und Barsche dann gefährlich werden«, erklärt Sorges vom Naturschutzbund. Der einheimische Europäische Flusskrebs ist in und um Berlin kaum mehr zu finden: »Hieran ist ein anderer Einwanderer schuld, der amerikanische Flusskrebs«, ergänzt Jürgensen. Dieser übertrage die Krebspest, ohne selbst daran zu erkranken. Auch die Wollhandkrabbe ist gegen die Krebspest immun.

Neuralgischer Punkt ist die Vermehrung. Die Krabben brauchen dazu Salzwasser und müssen zum Ablaichen hunderte Kilometer die Flussläufe hinunter wandern. Die Jungtiere kehren dann zurück und schaffen flussaufwärts zwölf Kilometer pro Tag. »Es ist deshalb eine sinnvolle Maßnahme, die jungen Krabben auf diesem Weg an Wehren und Schleusen einzusammeln, sonst werden sie mit der Zeit zu dominant«, sagt Jürgensen. Die meisten Tiere werden dann zu Dünger verarbeitet, die größeren Exemplare zunehmend an Restaurants verkauft.

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