Mona Grosche
22.05.2012

Rezension: Würzen mit Fuchsien

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Die Blütenpracht des Frühlings und Sommers erfreut nicht nur das Auge. Dass man Blumen durchaus auch essen kann, weiß inzwischen fast jeder. So gehören ausgebackene Holunderblüten oder Kapuzinerkresseblüten im Salat längst nicht mehr zu den kulinarischen Exoten in Restaurants oder an heimischen Esstischen.

Eine beeindruckende Vielfalt weiterer unbekannter Einsatzmöglichkeiten duftender Garten- und Wiesenbewohner präsentiert der kürzlich erschienene Buchtitel »Essbare Blüten« aus dem blv Verlag. Darin liefert die österreichische Kräuterexpertin Claudia Költringer auf mehr als 120 schön bebilderten Seiten bunte Rezepte für Speisen und Getränke, die sich jahrhundertealtes Wissen um die vitalisierende Wirkung von blühenden Nutzpflanzen und Wildkräutern zunutze machen.

Deren Spektrum umfasst bei weitem nicht nur bekannte Heilpflanzen wie Ringelblume, Lavendel und Löwenzahn, die bereits Hildegard von Bingen einsetzte, sondern auch »moderne« Zierpflanzen wie Tagetes, Fuchsien, Dahlien, Astern oder Gladiolen. So finden Stockrosen ihren Einsatz in einer Salatgewürzmischung, Orangenblüten verfeinern Senf, während Sonnenblumen sich mit Geranien und anderen Sommerblühern zum schmackhaften Brotaufstrich vereinen und im »Frühling- und Herbst-Likör« Holunderblüten und -beeren zum geschmacklichen Stelldichein aufeinander treffen. Neben übersichtlichen und leicht nachzuvollziehenden Rezepten gibt es hilfreiche Tipps zur Konservierung sowie bebilderte Pflanzensteckbriefe und eine tabellarischen Übersicht, die aufzeigen, was der Leser in welchem Monat an blumigen Geschmackserlebnissen erproben kann. Mona Grosche

Claudia Költringer: Essbare Blüten. Bunte Rezepte für Speisen und Getränke, blv Buchverlag 2012, 127 S, 16,95 Euro €.

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