22.05.2012

NSU: Ex-Minister bestreitet Vorwürfe

Erfurt (dpa/nd). Laut Thüringens damaligen Innenminister Franz Schuster (CDU) haben die Sicherheitsbehörden den Rechtsextremismus in den frühen 1990er Jahren in Grenzen gehalten. Gewaltkriminalität sei zu der Zeit bei Rechten noch nicht feststellbar gewesen, sagte er vor dem NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags am Montag. »Das Thema wurde wahrhaftig nicht unterschätzt«, sagte er und wies gleichzeitig Vorwürfe zurück, das Land habe aus Imagegründen zurückhaltend gegen Rechts agiert. Thüringens Ex-Justizminister Hans-Joachim Jentsch (ebenfalls CDU) hat es unterdessen abgelehnt, sich vor dem Ausschuss zum Rechtsextremismus zu äußern.

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