25.05.2012

Wenig Rente für Arbeitslose

Zwölf Prozent der Neurentner des Jahres 2010 waren zuvor mehrere Jahre ohne Job, etwa so viele wie im Jahr 2003. Zwischendurch war die Quote allerdings auf fast 18 Prozent gestiegen. Insgesamt wechseln mehr Menschen aus einem stabilen Job in die Rente. Das geht aus dem aktuellen Altersübergangsreport hervor, den der Forscher Martin Brussig verfasst hat. Die Polarisierung der Einkommen nimmt zudem auch unter Rentnern zu. Den Ausschlag gibt die Beschäftigungssituation in den Jahren vor dem 65. Geburtstag. Wer vor Renteneintritt mindestens drei Jahre versicherungspflichtig beschäftigt war, bekommt eine vergleichsweise hohe Rente. Am niedrigsten fallen die Renten derjenigen aus, die unmittelbar der Rente drei Jahre oder länger ohne Arbeit sind. Frauen, die lange ohne Beschäftigung waren, bekommen in der Regel deutlich weniger als 600 Euro.