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Von Dagobert Kohlmeyer
30.05.2012

Im Extremfall folgt die Höchststrafe

Der Weltmeister wird zwischen Viswanathan Anand und Boris Gelfand heute in Moskau im Schnellschach ermittelt

Showdown in Moskau. Alle 12 Partien der Schachweltmeisterschaft sind gespielt, doch der Kampf in der russischen Hauptstadt geht weiter. Beim Stand von 6:6 fällt heute zwischen dem Titelverteidiger Viswanathan Anand aus Indien und dem Israeli Boris Gelfand die endgültige Entscheidung über den Titel. Im letzten regulären Spiel konnte Anand mit Weiß die Sizilianische Verteidigung Gelfands nicht überwinden. Damit hatte keiner der beiden Kontrahenten die nötigen 6,5 Punkte zum Titelgewinn auf seinem Konto, was die Verlängerung notwendig machte.

Das Tiebreak-Finale um die Schachkrone in der Tretjakow-Galerie beginnt bereits um 12 Uhr Moskauer Zeit (10 Uhr MESZ). Nach jeder Partie gibt es zehn Minuten Pause. Angesetzt sind zunächst vier Schnellpartien, bei denen jeder WM-Finalist 25 Minuten Bedenkzeit erhält. Was aber passiert, wenn sich dabei wieder keiner durchsetzt? Bei erneutem Gleichstand werden danach Blitzpartien mit je fünf Minuten Bedenkzeit gespielt, bis der Schachweltmeister 2012 feststeht. Im Extremfall kann es sechs Blitzspiele geben, eine unglaubliche Belastung für die Schachstars.

Wenn es dann immer noch keinen Sieger gibt, folgt die Höchststrafe, der sogenannte »Sudden Death« (plötzlicher Tod). Bei dieser Schicksalspartie werden zuerst die Farben ausgelost. Der Spieler mit den weißen Figuren erhält fünf Minuten auf seiner Uhr und muss gewinnen, der mit Schwarz bekommt nur vier Minuten, aber ihm reicht ein Remis, um die Schachkrone zu erobern. Bizarrer geht's nicht! Vielleicht kommt es aber auch nicht dazu. Anand und Gelfand werden ganz sicher eine unruhige Nacht verbracht haben. Jeder von ihnen möchte den Titel, fast genauso groß dürfte inzwischen aber auch ihr Wunsch sein, dass die Tortur heute endlich vorbei ist.

Livekommentator Wladimir Kramnik kritisierte, dass der Weltmeister zuletzt mit einem Bauern mehr auf dem Brett keine Gewinnversuche mehr unternahm. Ein Geschenk für Gelfand? Anand begnügte sich mit dem Remis und vertraut nun auf seine Stärke im Schnellschach.

Die Schachwelt sitzt heute vor den Monitoren und schaut via Internet zu, wenn die nervliche Anspannung der beiden mit Händen zu greifen ist. Der Einsatz ist sehr hoch, es werden teure Schnellpartien. Das WM-Preisgeld beträgt 2,25 Millionen Euro. Laut Reglement sollte der Sieger davon 60 Prozent erhalten. Da es aber in den Partien mit normaler Bedenkzeit keinen Gewinner gab, wird die WM-Börse zwischen beiden Finalisten nach dem Tiebreak im Verhältnis 55:45 geteilt. Der Verlierer erhält somit als Trostpflaster 112 500 Euro mehr als davor.

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