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01.06.2012

Wochenplan mit Copperfield

Kommentar von Silvia Ottow

Eines muss man dem Bundesgesundheitsministerium lassen, es ist aktiv. Keine Woche vergeht, in der nicht ein neuer Plan die Runde macht. Mehr Geld für Zahnärzte, Landärzte und Allgemeinärzte, die Heimbesuche machen; symbolische Zuwendungen für Pflege zu Hause oder Überlebenshilfe für die privaten Krankenversicherer. Dabei fällt möglichst kein Wort über die Pharmaindustrie, die es trotz aller Arzneimittelsparpakete immer wieder packt, die Kosten für Medikamente steigen zu lassen. Zwischendurch große Worte an die Krankenversicherten.

Prämien sollen sie von den bösen Kassen bekommen, die lieber alle Überschüsse für sich behalten wollen. Das jedenfalls findet der liberale Ressortchef Daniel Bahr, der die Kassen notfalls per Gesetz dazu zwingen will. So wie er sie neuerdings auch zu Kliniküberweisungen für ihre Patienten zwingen will - selbstverständlich bei sinkenden Verwaltungskosten. Wer als erste Kasse David Copperfield für diese magische Aufgabe verpflichtet, kann frohlocken. Das geht nur mit Tricks.

Auch wenn als nächstes die Idee kommt, in den Krankenhäusern Blaskapellen anzustellen, den Krankenkassenchef zu jedem 80. Geburtstag der Versicherten zu entsenden und einen Kassenvertreter bei jedem Arztbesuch dabei zu haben - das alles kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die eigentlichen Gesundheitsfelder unbeackert bleiben. Wann werden Praxisgebühr und Zuzahlungen abgeschafft, wie die Qualität in Praxen und Kliniken verbessert und wie die Abzocke bei Medikamenten endlich eingedämmt? Bis nächste Woche, Herr Bahr!

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