Karl-Heinz Gräfe 02.06.2012 / Geschichte

Es waren keine Hooligans, sondern Arbeiter

Vor 50 Jahren: Streiks und Demonstrationen in Nowotscherkassk - eine Meuterei á la Kronstadt?

Wie der XXII. KPdSU-Parteitag bezogen sich 1962 auch die streikenden Arbeiter auf Lenin.

Nach dem »vollständigen und endgültigen Sieg des Sozialismus« beschloss der XXII. Parteitag der KPdSU im Oktober 1961 den Aufbau einer kommunistischen Gesellschaft, in der das Prinzip herrschen werde »Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.« Die Lebenswirklichkeit der 200 Millionen Bürger im territorial größten Land der Erde sah jedoch ganz anders aus, als die Propaganda suggerierte. Schlaglichtartig wurde das Anfang Juni 1962 sichtbar, als in den industriellen Ballungszentren Nowotscherkassk, Rostow, Taganrog und Schachty - mit mehr als einer Million Einwohner und einem Territorium, das etwa ein Drittel des Territoriums der BRD entsprach - Massenunruhen ausbrachen, die bereits die Krise des Staatssozialismus sowjetischen Typs signalisierten. Aus den erst 1993 zugänglichen geheimen Archivmaterialien sollen die über drei Jahrzehnte verschwiegenen, blutig geendeten Ereignisse im Südwesten der vormaligen Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) hier in Erinnerung gerufen werden.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: