Marcus Meier 08.06.2012 / Kolumnen
Foodsharing

Gemeinsam am Herd statt einsam zur Mülltonne

Internetplattform gegen Lebensmittel-Vergeudung sucht Unterstützer

82 Kilogramm Nahrung im Wert von 300 Euro wirft der Durchschnitts-Deutsche pro Jahr weg – obwohl das meiste des so Entsorgten noch genießbar wäre. Die Web-Plattform »foodsharing.de« will das nun ändern.

Dumpster-Diver wissen es seit Langem, der Doku-Film »Taste the Waste« und dessen Begleitbuch »Die Essensvernichter« sensibilisierten eine breitere Öffentlichkeit und selbst das CSU-geführte Bundesverbraucherschutzministerium ruft unter dem Motto »Zu gut für die Tonne« zu Aktionen gegen die »Verschwendung« auf: In Deutschland werden viel zu viele genießbare Lebensmittel weggeworfen. entlang der Produktionskette, aber auch daheim vom Konsumenten. Rund die Hälfte unserer Nahrung landet im Müll, rund 20 Millionen Tonnen pro Jahr sind es allein in Deutschland. Ein Großteil davon wäre noch genießbar, entspricht aber nicht den Schönheits- und »Frische«-Standards, die angeblich Konsumenten und in der Folge Landwirte und Handel an Salate, Kartoffeln und Co. anlegen. Also: Ab in die Tonne! So wird die Nachfrage nach Nahrungsmitteln künstlich forciert. Die Weltmarktpreise steigen – und mit ihnen die Zahl der Hungernden. Schlimmstenfalls wird Futter, aus Hungerländern des globalen Südens importiert, im Norden an das Schlachtvieh verfüttert, woraufhin die Tierleichenteile im Müll-Container des Supermarktes landen.

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