12.06.2012

Lesebrille wird überflüssig

Das nur 3,8 Millimeter kleine Kamra-Implantat sitzt wie eine Lochblende über einer menschlichen Pupille und verkleinert die Öffnung. Dadurch entsteht mehr

Tiefenschärfe beim Sehen. Das neuartige Verfahren macht nach Ansicht von Chirurgen bei einer Altersweitsichtigkeit künftig die Lesebrille überflüssig. Ein sogenanntes Kamra-Inlay aus hauchdünnem Kunststoff werde vor der Pupille in die Hornhaut eingesetzt, so der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Ophthalmochirurgen (DOC), Armin Scharrer. Das seit Jahresbeginn in Deutschland praktizierte Verfahren wird bei einem DOC-Kongress in dieser Woche erstmals vorgestellt. Weltweit ist es bei 5000 Patienten mit einer gesunden und dicken Augenhornhaut angewendet worden. Da Weitsichtigkeit in der Regel erst im Alter auftrete, sei die Laseroperation erst ab 50 Jahren sinnvoll.

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