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16.06.2012

Ägyptens Volksgeneräle

Kommentar von Roland Etzel

Die ägyptischen Generäle haben sich vergaloppiert. Die Sprüche des Verfassungsgerichtshofes erkennen sie offenbar an. Aber sie selbst hatten ihm 2011 per Verfügung ihres Militärrates die Legitimität entzogen. Da sie das Urteil des Hofes anerkennen, haben sie es mit ziemlicher Sicherheit dort selbst auf den Weg gebracht. Das war mindestens grob fahrlässig und hat ihre Freunde im Weißen Haus wieder mal in einige Erklärungsnot gebracht. Nun ist es noch ein bisschen schwieriger geworden, die einstigen Bundesgenossen und Erben Mubaraks als Hüter des demokratischen Wandels in Ägypten zu preisen.

Bei Feldmarschall Tantawi und Co. muss man sich allerdings nicht wundern. Jahrzehntelang haben sie sich niemals darum kümmern müssen, was in der Verfassung stand. Und nachdem sie sich entschieden hatten, ihrem Pharao Mubarak ein Cäsaren-Schicksal zu bescheren, wenn auch nur, um weiter den Platz an den Fleischtöpfen besetzen zu können, wurde ihnen dennoch von der Mehrheit der Ägypter höchste Anerkennung zuteil. Das verführte offenbar zu Leichtfertigkeit.

Allerdings spricht einiges dafür, dass - ganz im Gegensatz zur Polizei - die »Soldaten des Volkes«, zu denen sich die Generäle gern zählen, in den Augen von Ali Normalverbraucher noch immer jene sind, die die Revolution gegen Mubaraks Bösewichter verteidigt haben. Verbündete im Lande brauchen sie trotzdem, und so ist damit zu rechnen, dass sie die verärgerten Muslimbrüder bald wieder ins Boot holen.

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