Linker Journalismus ist nicht umsonst! Was soll das hier?

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Die gedruckte Zeitung, auch das „nd“, hat in den letzten Jahren erheblich an Auflage verloren und die Dynamik des Sinkflugs scheint zuzunehmen. Positiv hat sich in den vergangenen Monaten dagegen die Zahl der digitalen Verkäufe, vor allem Online-Abonnenten entwickelt. Sie hat im Laufe des Jahres 2014 stark zugenommen, auch wenn wir mit gut 1.200 zahlenden Online-Lesern noch weit hinter anderen überregionalen Zeitungen zurückliegen. Mehr als ein Drittel dieser Abonnenten nutzen das Online-Angebot in Kombination mit der gedruckten Wochenendausgabe. Auch die nd-App findet immer größeren Zuspruch. Um eine solche Entwicklung zu verstätigen und auszubauen, bedarf es nicht unerheblicher Investitionen.

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Wir hoffen, dass viele LeserInnen zu dem Entschluss kommen: Linker Journalismus ist mir etwas wert!

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16.06.2012
Kolumne

Unten links

Heute und morgen findet in Berlin das Fest der Linken statt. Seit etlichen Jahren hat dies Tradition, je nach sonstiger Terminlage am ersten oder zweiten Wochenende im Juni. Nun will der Kalender 2012, dass der Sonntag auf den 17. Juni fällt. Das hat einige Leute empört, von FDP- und CDU-Politikern über die »Vereinigung der Opfer des Stalinismus« bis zum »Berliner Kurier«. Sie finden das Fest zu diesem Datum »unerträglich«, es ist der Gedenktag für den niedergeschlagenen Aufstand in der DDR vor 59 Jahren. Man könnte dies tatsächlich für ein Problem halten, wenn die Veranstalter - neues deutschland, Rosa-Luxemburg-Stiftung und die LINKE - einen Verdacht rechtfertigten, früheres Unrecht zu leugnen. Doch gerade sie haben sich immer wieder und ohne Beschönigung der Geschichte gestellt, der sie verhaftet sind. So ist die Empörung nur ein Antilinks-Reflex. Leider ein solcher, der sich gegenüber heutigen Problemen, die an diesem Wochenende diskutiert werden, sehr gleichgültig zeigt. jrs

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