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Von Bernhard Krieger, dpa
18.06.2012
Gruppe C

Billige Ausreden von Verlierern

Italien stellt seine Mannschaft um und wittert eine Verschwörung

Mit Verschwörungsfantasien und der Angst vor dem frühen EM-Aus geht Italien in sein Schicksalsspiel gegen Irland. Im Examen bei seinem Lehrmeister Giovanni Trapattoni setzt Italiens Coach Cesare Prandelli dabei neuerdings auf Sturmjoker Antonio Di Natale, die altbewährte Viererabwehrkette und vor allem auf Coraggio (Courage)! »Habt Mut, schielt nicht auf Spanien und Kroatien und spielt offensiv ohne Angst«, appellierte Prandelli an seine Azzurri. Im heutigen letzten Gruppenspiel in Poznan kämpfen die schon ausgeschiedenen Iren für einen versöhnlichen EM-Abschied, die Italiener um die Zukunft ihrer Squadra Azzurra.

Nach dem WM-Debakel 2010 mit dem Vorrunden-K.o. in Südafrika droht Italien schon wieder eine Pleite. Zum Einzug ins EM-Viertelfinale ist der viermalige Weltmeister selbst bei einem Sieg auf Schützenhilfe angewiesen. Sollten die Gruppenersten 2:2 spielen, wäre Italien auf jeden Fall draußen. So wie bei der EM 2004, als Schweden und Dänen mit ihrem angeblichen Wikingerkomplott die Azzurri trotz fünf Punkten aus dem Turnier kickten.

Tifosi und Medien wittern den nächsten »Biscotto« (Keks), wie sie eine derartige Verschwörung in Italien nennen. Prandelli verzieht dabei jedoch angewidert das Gesicht, als sei ihm der Biscotto buchstäblich im Hals stecken geblieben. Welt- und Europameister Spanien so etwas zu unterstellen, sei unmöglich. Auch Kapitän Gianluigi Buffon sprach Klartext: Das Verschwörungsgerede sei eine »billige Ausrede« von Verlierern.

Er habe Verständnis dafür, dass sich Tabellenführer Spanien und die Kroaten von den Unterstellungen beleidigt fühlen. »Die Italiener haben immer vor etwas Angst«, spottete Kroatiens Spielmacher Luka Modric. Spaniens Trainer Vicente del Bosque: »Spanien kann nur auf Sieg spielen!«

Kompromisslosen und damit geradezu untypisch italienischen Angriffsfußball fordert Prandelli gegen Irland auch von seiner Truppe. Für Mario Balotelli stürmt erstmals der lange geforderte Antonio »Totò« Di Natale von Anfang an neben Antonio Cassano. Vielen Kritikern kamen Balotellis Knieprobleme da ganz gelegen. Gegen seinen früheren Juve-Trainer Trapattoni formiert Prandelli sein Team völlig neu. Von der Dreierabwehrkette kehrt er zum früheren 4-3-1-2-System zurück.

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