Peter Kirschey 21.06.2012 / Berlin / Brandenburg

Polizistin umgefahren

NPD-Aktivist wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt

Ein gerichtliches Nachspiel hatte jetzt ein Naziaufmarsch, der am 14. Mai letzten Jahres durch Kreuzberg ziehen wollte. Rund 100 braune Gesellen hatten sich das Motto »Wahrheit macht frei«, getreu der KZ-Losung »Arbeit macht frei« gewählt, um ausgerechnet in Kreuzberg zu provozieren. Der Nazimarsch lief aus dem Ruder, die Polizei hatte zeitweilig die Kontrolle über das Geschehen verloren, als etwa 500 Gegendemonstranten den Zug der Rechten blockierten. Die NPDler kapitulierten nach einer Stunde und zogen wieder ab. Mitten in der tosenden Menge Uwe D., Fahrer des NPD-Lautsprecherwagens. Er war in dieser Woche angeklagt.

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