30.06.2012

Spezialaugen für modriges Wasser

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Die wegen ihrer charakteristischen Schnauzenform auch Elefantenfische genannten Nilhechte leben in den tieferen Wasserschichten der Gewässer im Einzugsgebiet der beiden großen afrikanischen Ströme Nil und Kongo. Wegen der schlammigen Umgebung ist die Sicht schon schlecht genug. Dazu sind die Fische meist nachtaktiv. Lange bekannt ist, dass sie deshalb elektrische Organe für die Orientierung besitzen. Allerdings können sie für ihre Lebensverhältnisse ziemlich gut sehen. Warum, das fand jetzt eine Gruppe von deutschen und englischen Biologen um Moritz Kreysing von der Universität Cambridge heraus. Dem Elefantennasenfisch (Foto) hilft dabei die Trichterform seiner Augen. Überdies sorgt eine Schicht sogenannter photonischer Kristalle über den Zäpfchen- (Farbsehen) und Stäbchenzellen des Auges dafür, dass beide Zelltypen gleichzeitig Licht der richtigen Wellenlänge erhalten. Dadurch können die empfindlicheren Stäbchen die Bildinformation der für die Schärfe zuständigen farbempfindlichen Zäpfchenzellen verstärken. StS

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