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03.07.2012

Malta

Ahne

Das Finale der diesjährigen Fußball-EM lässt sich vielleicht am besten dadurch beschreiben, dass wir, nach dem Schauen des Spieles, bereits wenige Minuten später, in eine Diskussion über die mexikanischen Drogenkartelle verstrickt waren. 4:0 für Spanien und kein Spiel um den dritten Platz. Was bleibt? Nun, es war sicherlich einmal mehr ein Turnier voller Emotionen. Ein Turnier, in welchem zwar gekämpft wurde, mit Haken und Ösen, aber immer fair, verbissen, jedoch mit einer Leichtigkeit geführt, mit einer Raffinesse und spannend. Einmal mehr hat sich erwiesen, dass der Ball rund ist und ein Spiel 90 Minuten dauert, außer wenn es in die Verlängerung geht. Und im Elfmeterschießen, da besitzt nun mal der Torhüter eindeutig die besseren Karten. Er kann ja nur gewinnen.

Die Leistungen der Schiedsrichter waren, gelinde gesagt, mal wieder unterste Kanone. Vom Anpfiff abgesehen - alles andere eigentlich komplette Fehlentscheidungen. Aber gut, das sind wir ja schon gewohnt. Da regt sich ja gar keiner mehr auf. Mal gibt es die Rote Karte, wenn jemand über eine vorausgegangene Fehlentscheidung schmunzelt, mal läuft das Spiel einfach weiter, obwohl Nummer 6 das Trikot aus der Hose baumelt. Da schütteln wir schon längst nicht mehr mit dem Kopf. Daran haben wir uns bereits gewöhnt. Deprimiert greifen wir zur Flasche oder was gerade in der Nähe steht. Die nächste EM-Endrunde in Trans-Nistrien nun also mit 24 Mannschaften. Du meine Nase! Da wird es wohl selbst für Malta schwer werden dürfen, sich nicht zu qualifizieren.

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