Krieg, Waffenlieferungen, Ausbeutung Fluchthelfer sind nicht das Problem.
Linker Journalismus gegen (geistige) Brandstifter.
Jetzt das »nd« unterstützen!
    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Ich habe bezahlt.

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login
  • Ich beteilige mich später
Von Martin Ling
03.07.2012

Niebel bemerkt den Rohstofffluch

Es klingt zu schön, um wahr zu sein. »In der Vergangenheit waren Rohstoffe oft genug nicht Segen, sondern Fluch für die Herkunftsländer - Ressourcen wurden und werden immer noch ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt ausgebeutet - mit oft dramatischen Folgen. Hier muss ein Umdenken einsetzen, wie wir es bereits eingeleitet haben: Rohstoffe, ihre Förderung und ihre Weiterverarbeitung müssen zum Nutzen für die Entwicklung der Herkunftsländer genutzt werden.« Was einem progressiven Lehrbuch der Entwicklungsökonomie entnommen scheint, stammt aus dem Munde des deutschen Entwicklungsministers Dirk Niebel. Gefallen sind die denkwürdigen Sätze vergangene Woche bei der Jahrestagung »Nachhaltige Rohstoffwirtschaft und Entwicklungspolitik«.

Dass dieses Umdenken eingeleitet sei, illustriert das Entwicklungsministerium gerne mit einer Kohlewaschanlage für die Mongolei, mit der das Land in die Lage versetzt wird, künftig bereits gewaschene Kohle anzubieten. Damit darf der rohstoffreiche Staat einen Wertschöpfungsschritt mehr im eigenen Land vollziehen. Und das ist die Krux in der internationalen Arbeitsteilung: Seit Jahr und Tag bestimmen die Industrieländer weitgehend, wo die Weiterverarbeitung stattfindet, indem die Zölle mit der Wertschöpfungsstufe ansteigen - ob beim Kaffee oder der Kohle. So wird der Süden zum Rohstofflieferanten festgeschrieben. Nur Länder mit einem für den Norden attraktiven Absatzmarkt wie China haben die Macht, Wertschöpfungsketten in ihrem Land einzufordern. Die Mongolei kann das so wenig wie die meisten Entwicklungsländer. So richtig die Einsicht von Niebel ist, dass Rohstoffeinnahmen nur dann der breiten Bevölkerung zugutekommen, wenn die Weiterverarbeitung im Herkunftsland erfolgt, so selten ist das gängige Praxis. Eine Kohlewaschanlage reicht dafür sicher nicht. Niebel ist in der Bringschuld.

Artikel weiterempfehlen und ausdrucken