06.07.2012

Konsum stabilisiert die Konjunktur

Die Zeiten, in denen Beschäftigten nach Abzug der Preissteigerung immer weniger von ihrem Lohn übrig blieb, sind nach der neuen Konjunkturprognose des Instituts für Makroökonomie (IMK) fürs Erste überwunden. Für dieses und das kommende Jahr rechnen die Wissenschaftler damit, dass die Bruttolöhne und -gehälter um 2,5 beziehungsweise 2,1 Prozent zunehmen werden. Höhere Tarifabschlüsse sind ein wesentlicher Grund. Parallel erwartet das IMK einen Inflationsrückgang auf 1,9 und 1,4 Prozent. Real hätten die Beschäftigten also 2012 und 2013 mehr Geld in der Tasche. Das wirke sich positiv auf den privaten Konsum aus und stabilisiere die deutsche Wirtschaft in einer schwierigen Phase, sagen die Experten. Denn die tiefe Krise in der EU und eine nachlassende Wachstumsdynamik in Übersee bremsen Exporte und Investitionen deutlich.

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