Ralf Streck, Madrid 11.07.2012 / Wirtschaft und Umwelt

Galgenfrist für Madrid

Spanien bekommt 30 Milliarden Euro zur Bankenrettung und ein Jahr mehr Zeit, sein Defizit abzubauen

Die 17 Finanzminister der Eurozone haben sich in der Nacht zum Dienstag auf Eckpunkte der spanischen Bankenrettung geeinigt, bevor sich die EU-Finanzminister gestern zur Beratung in Brüssel trafen.

Man hatte es am Montagabend in Brüssel eilig, einen Beschluss zu fassen, weil Spanien an den Finanzmärkten derzeit wieder erheblich unter Druck steht. Die Zinsen für zehnjährige spanische Anleihen waren am Montag fast auf ihren historischen Höchststand geklettert. Mit mehr als sieben Prozent lagen sie über der Marke, an der Griechenland, Irland und Portugal unter den Rettungsschirm gehen mussten. Die Lage für das viertgrößte Euroland wird immer ernster - mit einem begrenzten Rettungsantrag zur Bankenrettung könnte es daher nicht getan sein. Um Druck abzubauen, wurde beschlossen, dem Land noch im Juli aus dem temporären Rettungsfonds (EFSF) eine erste Rate von 30 Milliarden Euro auszuzahlen, um abstürzende Banken schnell stützen zu können. Im September soll der Gesamtbedarf ermittelt sein - insgesamt stehen bis zu 100 Milliarden zur Verfügung.

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