Erik Eggers 11.07.2012 / Sport

Verweigerte Schweigeminute

London 2012 - Teil drei der »nd«-Serie: Das Attentat während der Sommerspiele in München 1972 ist immer noch ein Politikum

Es sind viele Größen. Aus dem Osten und aus dem Westen. Die deutschen Leichtathleten, die 1972 an den Olympischen Spielen in München teilgenommen hatten, kamen im Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid zusammen, 40 Jahre danach. Damals waren sie gegeneinander angetreten, im Klassenkampf, Sozialismus gegen Kapitalismus, aber sie alle einte: das Attentat. Die Entführung der israelischen Sportler durch eine palästinensische Terrorgruppe namens »Schwarzer September«. Elf Israelis kamen damals ums Leben. »The Games must go on«, proklamierte der US-Amerikaner Avery Brundage, damaliger Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), dennoch während der Trauerfeier. Jener Brundage, von dem man heute weiß, dass er ein Judenfeind war, den Ideen des Nationalsozialismus zugeneigt. Die Spiele gingen damals tatsächlich weiter. Aus den Köpfen der Sportler gingen die schrecklichen Ereignisse nie.

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