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Von Caroline M. Buck
12.07.2012

Gefangen in der Endlossschleife

Periferic von Bogdan George Apetri

Es ist alles Peripherie in diesem Film, Randlage, Brache, Trümmerwüste, baulich wie moralisch. »Periferic«, obwohl zwei Jahre alt, ist der passende Film zu den neuen Besorgnissen über die politischen Geschehnisse in Rumänien.

Das Spielfilmdebüt von Bogdan George Apetri, der in New York Rechtswesen und Regie studierte, beschreibt im Zeitfenster eines heißen Sommertages eine gewaltbereite, sexuell ausbeuterische, durch und durch korrupte Gesellschaft. Wo Gärten fallen, um durch Rohbauten ersetzt zu werden, aus denen nie bezugsfertige Häuser werden. Wo einer sich freikauft vom Gefängnis und jemand andern hinschickt, gegen Geldversprechungen, die auch nicht eingehalten werden. Wo eine ein Madonnengesicht haben und ein Goldkreuz um den Hals tragen und trotzdem frei von Nächstenliebe sein kann und mit jedem Schwächeren nach Art des Stärkeren verfahren. Nur dass hier die Strafe auf dem Fuße folgt, weil auch der Gegenseite nicht viel heilig ist, nicht mal am Tag der Beerdigung ihrer Mutter.

»Unsentimental« nennt der Verleih Apetris Schilderung eines Tages im Leben einer Strafgefangenen und Teilzeithure auf Freigang. Mit Hilfe eines Schleppers verfolgt sie Fluchtpläne - raus aus der Sackgasse von Gefängnisgängen, Miethauskorridoren, Hotelfluren, raus aus Rumänien -, aber vorher muss sie noch die alten Schulden eintreiben und den kleinen Sohn versorgen. Unterwegs trifft Matilda (Ana Ularu mit forschem Kinn, burschikoser Frisur und massivem Überbiss, ein Bild eiserner Entschlossenheit unter widrigen Umständen) ihren Bruder. Auch ihren Ex-Freund und Zuhälter sowie ihren klein(kriminell)en Sohn, den der Zuhälter-Vater ins Waisenhaus entsorgte. Die Drei sind ihre engsten Bezugspersonen, ihr unmittelbares soziales Umfeld. Deren Namen dienen als Kapitalüberschriften, Andrei, Paul, Toma, während der Tag heißer wird, die Frauen in Pauls Wagen schwitzen auf dem Weg zu prügelnden Freiern, und Matildas Neffe mit einer Duellpistole spielt, als sei sie ein Spielzeuggewehr.

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