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Von Reiner Oschmann
17.07.2012

Britischer Regenrekord bedrückt Olympia

Organisatoren der Londoner Spiele und Regierung blicken mit Sorge nach oben

Kurz vor den Olympischen Spielen in London schauen Organisatoren und Regierung immer nervöser in den Himmel über der Insel. Der Juni war der nasseste seit Beginn der Aufzeichnungen, in den ersten elf Julitagen fiel mehr Regen als im langjährigen Mittel während des Gesamtmonats. Und der Wetterdienst »Met Office« hält es in der Drei-Monate-Vorschau für wahrscheinlich, dass unsicheres Wetter »uns auch zu den Olympischen Spielen begleiten« wird. Sprecher Powell: »Wir haben noch keine Hinweise auf stabil warmes und sonniges Wetter.«

Organisatoren und Regierung arbeiten daher verstärkt an Notplänen, falls sich der ungewöhnlich nasse Sommer - Winter und Frühjahr waren extrem trocken, hatte Wasserrationierungen nach sich gezogen - in den Olympiawochen fortsetzt. Zahllose Freiluftveranstaltungen wurden in den letzten Wochen weggeschwemmt. Erst vor Tagen musste in London ein großes Konzert im Hyde Park 24 Stunden vor Beginn abgesagt werden. Die Organisatoren behandelten das schlammige Gelände mit Holzschnitzeln und geben sich nun optimistisch, die zu Olympia ab 27. Juli täglich (!) geplanten Live-Veranstaltungen im Hyde Park abhalten zu können. Begründet haben sie ihre Zuversicht bisher nicht.

Auch die Notmaßnahmen kalkulieren nicht zuletzt mit Gottvertrauen. Organisatoren bestellten außer der Reihe »Tausende Regenumhänge, damit Zuschauer in den Warteschlangen der Sicherheitskontrollen trocken bleiben«. Zeitpläne und Austragungsorte werden einer erneuten Kontrolle unterzogen. Für den See in Eton Dornley, Schauplatz der Ruder- und Kanuwettbewerbe, wurde errechnet, wie weit hier die Themse steigen darf, ohne die Wettkämpfe zu gefährden. Ähnliche Überprüfungen und Fragen nach Alternativaustragungsorten gelten dem Kurs für die Mountainbiker in Essex, der BMX-Piste im Olympiapark in Londons Osten (wo fünf Meteorologen ganztags angestellt sind), dem Schauplatz für Beachvolleyball in der Innenstadt und dem Greenwich Park, wo das Springreiten stattfindet - und Spezialrasen und Extradrainagen gelegt wurden.

Viele Wettkampforte sind nicht nur so beschaffen, dass sie nach Olympia wieder zivil genutzt werden können - sie sind auch den Elementen ausgeliefert. Dennoch erklärt Sportminister Hugh Robertson die meisten Spielorte für »einigermaßen wettersicher«. Er gibt sich optimistisch, dass schlechtes Wetter auf keinen Fall die Olympiastimmung verderben wird. Mit britischem Gleichmut: »Natürlich wäre es nett, wenn das Wetter perfekt mitspielte. Aber das können wir nicht beeinflussen. Briten sind deswegen stoisch. Sie haben lange Tradition, Sportwettkämpfen, Cliff Richard oder sonst wem im Regenumhang zuzuschauen und zuzuhören ... Doch auch ausländische Gäste sind ja keine Frischlinge. Sie informieren sich vorab. Jeder, der dieses Jahr zu uns kommt, weiß vermutlich, dass er mit einem Tropfen Regen rechnen kann. Aber egal, wie das Wetter auch wird, wir werden eine tolle Party haben.«

Robertson dachte dabei nicht nur an die Tourismusstatistik - seit der Königshochzeit im Vorjahr steigend - sondern auch an den Themse-Schiffskorso Anfang Juni für die Queen: Es goss in Strömen. Über eine Million hatte sich dennoch eingefunden, von größeren Klagen über das Wetter verlautete nichts. Und eventuell denkt Robertson auch an die Statistik für den Olympiaort: Entgegen den Klischees verzeichnet London im Jahr weniger Regen als Paris oder New York. Im Durchschnitt.

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