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18.07.2012

Johnson: Werkausgabe

Balzacs Ehrgeiz war, Gerichtssekretär einer ganzen Gesellschaft zu sein. Uwe Johnsons »Jahrestagen« gelingt das auch. Literatur als Chronik - und Gegenwelt. Nie Propagandist, stets Anwalt der verlorenen Illusionen. Man muss sich entscheiden, ob man groß oder nur dabei sein will.

Mit dem Schritt zurück in die skeptische Beobachtung geriet Johnson (1934 bis 1984) zum trotzigen Einzelgänger von Ost nach West - und weiter hinein in die Verunsicherung. Über die Stationen Krankheit und Entmutigung. Irgendwie verband Johnson Dos Passos und Döblin, und wieder ist man bei Balzac, der sein Romanwerk »Eklektizismus« nannte: Wie der Franzose war der Mecklenburger Meister jener mikroskopischen Vermittlungen, die uns ohne Ausflucht und mit bedächtiger Genauigkeit offenbaren, wie Menschen zu existieren sich mühen.

Gestern wurde an der Universität Rostock - der Nachlass kam schon von Marbach in die Hansestadt - der Grundstein für eine Johnson-Werkausgabe gelegt, betrieben von Suhrkamp, Stiftungen, Forschungseinrichtungen

Uwe Johnson liebte seine Gestalten nicht, er sagte, er wohne mit ihnen. Er glaubte Menschenbildnern nicht, aber nie kündigte er dem Menschen apokalyptisch das Vertrauen auf. Von ihm wird weiter zu lesen sein. hds

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