Hendrik Lasch 20.07.2012 / Inland

Als Nachbarn unerwünscht

Leipzig bringt Flüchtlinge dezentraler unter, das stößt auf Widerstand

In Leipzig werden Migranten künftig in kleineren Heimen untergebracht. Dass alle in eigenen Wohnungen leben können, verhindern sächsische Gesetze.

Als SPD-Oberbürgermeister Burkhard Jung im Leipziger Stadtrat die Debatte über die Unterbringung von Flüchtlingen eröffnete, kochten auf der Empore die Emotionen hoch. »Wir sind das Volk!«, skandierten gut situierte Bürger. Es war ein milder Nachklang der Debatten, die zuletzt in bürgerlichen Quartieren um die Frage tobten, ob Eigenheime und Häuser für Flüchtlinge nebeneinander passen. Die Diskussionen seien oft »unter der Gürtellinie« verlaufen, sagt SPD-Stadtrat Christoph Zenker. Migranten wurden pauschal als Kriminelle und Drogendealer gebrandmarkt, ihre Nachbarschaft als Gefahr für den Immobilienwert gesehen. Man habe »rassistische Stereotype auf die Spitze getrieben«, sagt LINKE-Stadträtin Juliane Nagel.

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